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Ralph Baumann

Ralph Baumann

Freitag, 31 Mai 2024 13:31

navegamos hacia el mediterráneo (8)

… Nicht mehr "steuerfrei" und wieder in ihrem Element: unsere BELUGA …

Am Wochenende vor der Wasserung teilt uns die Hafenbehörde mit, dass wir das Werftgelände nicht mehr – wie die letzten 7 Wochen – betreten dürften. Es dürfen sich dort nur Werftarbeiter oder entsprechend Versicherte aufhalten. Eine solche Versicherung erhalten wir jedoch nicht, da wir als Deutsche keine spanische Steuernummer haben. Wir fragen uns: „Woher der Sinneswandel ?“. Aber wie aus Deutschland bekannt, sind solche Fragen bei Bürokraten eher müßig. Das Betretungsverbot bekamen wir (zum Glück) erst wenige Tage vor der Wasserung. Blöd war nur, dass wir die Hölzer der BELUGA bereits für eine Lackierung vorbereitet hatten.

Nach knapp 8 Wochen Aufenthalt in Barbate (Andalusien) sind wir wieder im Wasser. Nach langen Vorspiel mit versicherungsrechtlicher Klärung während des Feiertags-Marathons in Deutschland, einem Gutachter und diversen Lieferfristen ist unser Ruder nach ca. 7 Wochen wieder an der BELUGA. Auch mussten wir auf unseren neuen Prop warten. Kaum war dieser montiert stellt sich heraus, dass die abzudichtenden Hydraulik-Stempel für die Steuerung noch im Zulauf sei. So vergingen Woche um Woche … naja der Tag X war dann der 29.5. dort sollten wir Krantermin haben.

Wöchentlich 3 bis 5 Orca Attacken. Ich frage am Tag X den Werftchef um welche Uhrzeit wir denn gekrant werden. Er erklärt mir, dass die Genehmigung der Hafenbehörde fehle. Hätte er auch am Tag zuvor sagen können. Ich solle doch „kurz“ in deren Büro laufen. „Kurz“ bedeutet eine Distanz von ca. 2km rund ums Hafenbecken. Zuerst gekrant und wieder am Liegeplatz wären das 20 Meter gewesen. Aber die Behörden in Andalusien scheinen den deutschen Behörden in Sachen Bürokratie noch was vormachen zu können. So gehe ich in deren Büro, leiste unzählige Unterschriften und zahle die Liegegebühren. Erst dann kann der Krantermin erfolgen. Also wieder zurück zur BELUGA um per Kran ins Wasser zu gehen.

Zurück an der BELUGA verfolgen die Wasserung. Auf halbem Weg zwischen Trockenplatz und Wasserung geht dann dem Kran der Diesel aus. Kran bleibt stehen. Eine Stunde später ist dann Diesel da und der Kran brummt wieder. So geht die BELUGA schlussendlich nach sehr vielen Wochen wieder ins Wasser. Alles kontrollieren: Alles dicht ! Juhu !

Kaum fahren wir aus den Box legt Ralph mal den „Hebel auf den Tisch“ um Ruder und Propeller zu testen. Ergebnis: Motor macht Mucken nimmt kein Gas an … Verwirrung ! Im Standgas fahren wir dann zum Liegeplatz, bis Ralph einfällt, dass er den Hahn an der Dieselzufuhr geschlossen hatte. Kaum geöffnet geht der Motor wieder ganz normal.

Die Orcas liesen der 24mtr Yacht immerhin noch einen Stummel übrig24mtr Yacht. Musste Ruder abwerfen, als die Orcas angriffenWir machen zufrieden in der Marina fest. Endlich wieder zu hause auf der BELUGA !! Das eigene Bett, Essen wann und was wir wollen … Endlich zu Hause ...

Wir werden die nächsten Tage erst das Holz lackieren, welche abgeschliffen hatten, bevor wir von der Hafenbehörde das Betretungsverbot für das Werftgelände erhielten. Aufgrund der „Motorprobleme“ hatten wir eine sehr sehr kurze Teststrecke. Das wollen wir die nächsten Tage noch nachholen. Aber eins nach dem anderen.

Amel 50. hatte Kontakt mit dem selben Netz wie wir.Alles in Allem hatten wir sehr viel Glück im Unglück. Derzeit kommen zwischen 3 und 5 Schiffe mit Orca Kontakt in die Werft. Nicht umsonst wird die Straße von Gibralat als „Orca Alley“ bezeichnet. Wenn ich mir die Auswirkungen der Ruder bei den anderen Seglern betrachte, bin ich sehr froh eine sehr solide Nauticat zu haben. Wir haben zwar das Ruderblatt verloren und als Konsequenz einige heftige Schrammen am Rumpf gesehen. Die anderen haben im Vergleich jedoch heftige Delamierungen und Rumpfschäden. Meist mit Wassereinbruch, da die Ruderaufhängung aus dem Rumpf gerissen wurde und den Rumpf dabei delaminierte. Gibt ein gutes Gefühl auf einem solchen „Nauticat Panzer“ durch die Meere zu schippern.

Das Loch im Kiel der Amel nach Netzkontakt. Standen danach im Innenraum Knietief im WasserNachdem wir nun wieder eine gute Internetverbindung haben, kann Ralph auch wieder mehr bloggen. Also bleibt gespannt ! Wir werden berichten .

 

 

Bleibt uns gewogen ..

Sabine & Ralph









Donnerstag, 18 April 2024 13:09

navegamos hacia el mediterráneo (7)

Auf unserem Weg nach Griechenland verlassen wir Madeira am 1.4.2024 gegen 11:00. Vor uns liegen über 600NM Strecke bis Gibraltar, unserem erklärten Ziel. Der Wetterbericht sagte mindestens die Hälfte der Strecke mit sehr gut segelbaren Winden zwischen 10 und 15kn aus südwestlicher Richtung an. Die Realität warn dann knapp 10kn aus südwestlicher Richtung. Das war ein mühevolles und langsames Vorankommen.

Unsere Hoffnung war, wenn es gut läuft sind wir bereits am Freitag, den 5.4. in Gibraltar. Ansonsten wird’s halt der Samstag. Bis kurz vor der Einfahrt zur Strasse von Gibraltar sah alles noch sehr gut aus. Dann kam Wind aus der Strasse von Gibraltar, genau auf die Nase. Damit hatten wir zwar gerechnet, aber viel später und viel weniger. Die hohe Welle macht das Ganze noch etwas mühsamer. Viel Wasser geht übers Deck und ins Cockpit. Pfuiii !

Wir drehen ein wenig nach Süden ab, um unter der marokkanischen Küste Schutz zu suchen. Das ging ganz gut. Nach einigen Stunden wieder auf N-Kurs um rechtzeitig zur passenden Tide und Strömung in der Strasse von Gibraltar zu sein. Um das Cap Spartel (bei Tanger) strömte es dermaßen, dass wir mächtig Gas geben mussten um noch 1,5kn Geschwindigkeit zu halten. Whow, zum Glück fast ohne Wind! Bei unserem Anlauf in die Straße bekommen wir allerdings 30-40kn Wind, statt der angesagten 5-10kn auf die Nase. Durchfahrt nicht möglich.

Wir versuchen nach Tanger abzudrehen: Zu viel Strom, Geschwindigkeit teilweise unter 1kn. Daher drehen wir nach Barbate ab. Barbate liegt in Spanien an der andalusischen Küste und ist sehr bekannt wegen der Orcas. Wir schleppen unseren Wal-PAL hinter uns her und sind sehr zuversichtlich dass uns diese liebenswerten Tiere nicht auf den Sack gehen würden. Hat soweit auch geklappt.

Leider hatten wir ca. 2-3NM vor der Hafeneinfahrt keine Ruderwirkung mehr und mussten uns von der Salvamento nach Barbate abschleppen lassen. Über eins sind wir uns fast sicher, Orcas warens nicht. In Barbate werden wir erst mal untersuchen (lassen), was unser Ruderproblem ist und was es bedeutet dieses zu beheben.

Was war geschehen ?

Am 6.4.2024 gegen 02;30 befanden wir uns ca. 2-3NM vor der Einfahrt zum Hafen von Barbate. Wir liefen mit 6-7kn unter Autopilot. Um die vor Barbate gekennzeichnete Fläche großflächig zu umgehen änderte ich den Kurs entsprechend. Wenige Minuten danach meldete unsere Navigation „fehlende Ruderwirkung“. Ich führte das auf einen ausgehängten Ruderlagegeber zurück und kontrollierte diesen. Alles schien jedoch in korrektem Betriebszustand: Der Ruderkoker bewegte sich und der Ruderlagegeber war korrekt eingehängt.

Ich ging zurück zum Steuer um manuell zu steuern. In diesem Moment nahmen wir weiße Bälle vor unserem Bug wahr. Maschine wurde sofort ausgekuppelt und das Ruder gelegt. Dennoch konnten wir die Kollision mit dem Netz mangels Ruderwirkung nicht mehr vermeiden.

Mittels back-stehendem Vorsegel konnten wir uns nach Süden aus dem Netz manövrieren um unsere Einfahrt nach Barbate fortzusetzen. Nachdem wir uns südwärts vom Netz entfernten begannen wir einzudrehen, um den nördlich gelegenen Hafen von Barbate zu erreichen. Leider stellten wir erneut keinerlei Ruderwirkung fest. Kursänderungen waren uns nicht mehr möglich.

Manövrierunfähig mussten wir über UKW Schlepphilfe anfordern welche uns in den Hafen von Barbate schleppte. Die Aktion der SALVAMENTO lief sehr lobenswert, koordiniert und schnell ab. Am 6.4.2024 um 05:30 waren wir im Hafen von Barbate sicher und fest. Kein Wassereinbruch und keine Personen betroffen. So gesehen ging das Ganze nochmals gut aus.

Nach 5 Tagen auf See müssen wir uns erneut in Geduld beweisen. Erst ist der Kran kaputt, dann ist das Schleppboot kaputt. Wir liegen einige Tage am „Notfallsteg“, der immer frei gehalten werden muss. So erklärt uns dies die Hafenbehörde. Ohne Ruderwirkung kann ich den Platz nicht verlassen, entgegne ich denen. Eines Morgens rückt die SALVAMENTO aus um uns an einen „richtigen“ Liegeplatz zu verlegen. Erneut eine echt professionelle Aktion der SALVAMENTO !

Am 17.4. wird’s dann endlich wahr ! Wir werden zum Kran geschleppt und dann ausgekrant. Die Schleppaktion ist weit weniger professionell, aber dennoch erfolgreich. Nachdem die BELUGA an Land steht, wird das Ausmaß des Schadens sichtbar: Das Ruderblatt fehlt vollständig, der Max-Prop und der Ropecutter haben „Karies“ und müssen erneuert bzw. repariert werden und der Rumpf der BELUGA weist eindeutige Kampfspuren mit einem (vermutlichen) Stahlnetz auf.

Nun warten wir auf ein Angebot und eine Angabe zur Reparaturdauer. Unser ehrgeiziger Plan Mitte Mai in Griechenland zu sein, ist derzeit nicht mehr so sicher, wie er einst war. Es könnte ein wenig später werden. Wir werden berichten.

Bleibt uns gewogen ..

Sabine & Ralph









Sonntag, 07 April 2024 17:42

Neulich auf Madeira: Im Untergrund

Gestern waren noch ein letztes mal in Funchal. Einige Dinge einkaufen, bevor wir heute morgen unser Fzg wieder zurück geben.

Das Wetter auf Madeira ist wie in den letzten Tagen: Sehr wechselhaft und sehr windig. Immer wieder Regen. Dieser ist jedoch regional sehr unterschiedlich in Häufigkeit und Intensität. Während die Hauptstadt Funchal überwiegend sonnig ist, regnet es in der „Pissrinne Madeiras“ in Machico mehrfach täglich in mehr oder weniger kleiner Dosierung. Auf dem Wege zwischen Funchal und unserer BELUGA in Quinta do Lorde liegt der Flughafen.

Viele Yachties haben uns von „Werftaufenthalten unter dem Airport“ erzählt. Daher beschliessen wir auf dem Heimweg den Flughafen Madeira, insbesondere dessen Unterbau zu besuchen.

Eine wirklich skurrile Szene: Eine Stadt unter der Start- und Landbahn des Flughafens Madeiras. Eine Stadt mit eigenem Namen „Água de Pena“. Ein Stadt inklusive Werft und Badestrand, Restaurants, Kneipen und Kart-bahn. Scheinbar gilt der Flughafen „Cristiano Ronaldo“ Madeiras als derjenige mit der kürzesten Start- und Landbahn, aber dem aktivsten Untergrund :-))

Die darunter befindliche Freizeit-Anlage gleicht einer Clubananlage. Viele Sportmöglichkeiten. Von BMX Bahnen über Basketball bis hin zum Bolzplatz für Fußballer. Ebenso sind Fitness-Center und eine Schule für asiatische Kampfsport Arten zu finden. Auch existiert dort ein Auditorium für Konzerte oder andere Veranstaltungen.

Neben einem kleinen Anlandehafen (Liegeplätze gibt’s keine) sind alle Boote auf dem Trocknen unter der Landbahn. Vor Wind und Wetter bestens geschützt. Leider konnten wie uns die Infrastruktur nicht anschauen, da die Werft bestens geschützt durch Zäune und Wachhund nicht zugänglich sind. Der Travel-Lift ist angeblich begrenzt auf Schiffe bis zu 5 Meter Breite und 16 Meter Länge.

Der Wachhund gibt Sicherheit, wenn man hier sein Schiff abgestellt hat. Die max. 80 Schiffe stehen - durch die Überdachung mit der Landebahn - im Trockenen. Alle mit mit stehendem Mast. Teilweise sind sogar die Segel noch angeschlagen.

Die Höhe der Säulen ist mit geschätzten 50-70mtr allemal ausreichend. Auch für größere Segler. Den Untergrund bildet ein glatter Betonboden, gepallt sind die Schiffe auf Stahlträger-Systemen. Die Werftarbeiten sehen sehr professionell aus.

Die Werft ist von Montag bis Samstag geöffnet. An Bord darf man aber leider nicht übernachten … ob sich „nicht erwischen lassen“ ausreicht ?? Technischer Dienst vor Ort: - Reparaturmechaniker - Segelmacherei - elektronische Reparaturen - Holz-Deck-Reparaturen - Gelcoat-Reparaturen – Beschläge. Für den Rest: Telefon !

Als wir ankommen findet ein Kart-Rennen statt. Veranstalter „Indoor Kart Madeira“. Wobei ich die Bezeichnung „InDoor-Kart“ anders sehe würde. Aber das ist nur ein Detail am Rande.

Bleibt uns gewogen ..

Sabine & Ralph









Samstag, 23 März 2024 11:44

Ostern ante Portas

Madeira stellt sich als nette Insel dar. Die Marina „Quinta do Lorde“ ist derzeit sehr übersichtlich belegt. Jede Menge Platz im Hafen … und viele davon Deutsche. So haben wir die Crew der KIBO kennen gelernt. 2 Sehr nette Katamaran Segler auf dem Weg in Richtung Mittelmeer. Das eine oder andere Viertele hat sehr viele Gemeinsamkeiten zu Tage gefördert und brachte ein nettes Miteinander.

Augen auf beim Dieselkauf

Vor vielen Wochen hatten wir in San Miquel nochmals nachgetankt. Da wir dort des öfteren bereits tankten und nie Probleme mit der Spritqualität hatten, machten wir uns keine Sorgen. Krasser Fehler, wie es sich im Nachgang herausstellen sollte ! Bereits bei der Überfahrt nach Gran Canaria meldet unsere Maschine „Wasser im Tank“. Wir konnten den Wassersammler im laufenden Betrieb leeren und kamen auch problemlos weiter. Wasser im Diesel ist der häufigste Grund für Bakterien, auch Dieselpest genannt. Wie kommt Wasser in den Tank ? In den meisten Fällen über Biodiesel. Ein E10 Biodiesel enthält ca. 10% Wasser aus pflanzlichen Ölen (Raps, Mais & Co). Tankstellen in Marinas werben meist mit Marina-Diesel. Dieser hat keinen Bioanteil, somit auch kein Wasser. In unserem Fall scheint der Tank durch Schwitzwasser derart mit Wasser angereichert, dass wir das feststellen konnten. An der Schicht zwischen Wasser und Diesel entstehen Bakterien. Diesen Bakkies kann man mit Bioziden zu leibe rücken. Was wir auch getan haben. In Arrecife haben wir präventiv Biozid gegen Dieselbakterien zugegeben. Unsere Impfung hatte die entstehenden Bakkies auch alle abgetötet, diese schwimmen jedoch nun im Tank herum. Das Ergebnis seht ihr auf abgebildetem Foto.

Einkaufstour

Vorgestern waren wir beim Einkaufen. Getränke, Lebensmittel & Co. Beim „CONTINENTE“, wie die Supermarkt Kette hier so heißt, fanden wir einen sehr lecker aussehenden Lammhaxen. Wie durch Geisterhand wanderte das 2,5kg Stück in den Einkaufswagen. NEIN sagen war nicht möglich :-))

Osterbraten auf dem Tisch

So hat sich Ralph entschlossen, diese Haxe „Sous Vide“ über 12h zu garen. Danach auf den Grill um eine Kruste zu erzeugen. Sabines Bedenken bzgl. des Hammel-Geschmackes wurden dann spätestens beim Essen zerstreut. Hierzu gabs Kartoffeln und eine leckere Soße. Mit 5 Personen zelebrierten wir den Osterbraten bereits vor der Zeit. Warum so früh ? Es könnte sich um das Osterwochenende ein Wetterfenster mit Wellen unter 6mtr auftun, welches wir dann nutzen wollen.

Der weitere Plan

Aufgrund der aktuellen Wetterlage rauschen hier die Tiefs mit mächtig viel Welle, Sturm und Regen durch. Wir beobachten das Wetter täglich sehr sorgfältig. Ralph schiebt die möglichen Starttermine vor uns zurück. Bislang ist aber kein Wetterfenster für die 4 Tage dauernde Strecke unter 3mtr Welle und/oder 30kn Wind zu sehen. Geduldiger Skipper … Wir schieben daher unsere Abreise täglich nach hinten. Wie erwähnt könnte sich übers Osterwochenende ein Wetterfenster auftun. Möglicherweise bereits zwischen Karfreitag und Ostersonntag. Dort wollen wir dann ablegen und schnellstmöglich Gibraltar anlaufen.

Bleibt uns gewogen ..

Sabine & Ralph









Dienstag, 19 März 2024 13:18

navegamos hacia el mediterráneo (6)

Impressionen der Überfahrt

Schau mal das Baumaterial im Detail an ....Im vorigen BLog berichteten wir über unsere Überfahrt. Wir möchten hier noch ein paar Eindrücke vermitteln was es bedeutet, 3 Tage auf See zu verbringen.

Diesel, wie nicht aussehen sollteAuch eine Mischung aus sehenswerten Eindrücken und lustigen Situationen, welche wir sowohl noch in Arrecife, als auch auf dem Überweg und auf Madeira erleben durften.

Im Hawaii Europas

Meine Sabine: Eine echte KanoneMadeira wird häufig als das Hawaii Europas beworben. So wurden wir auch begrüßt: „Welcome to euopean Hawaii“. Bei unserem letzten Besuch Madeiras hatten wir diesen Titel als sehr übertrieben gefunden. Es ist sehr schön hier, im Gegensatz zu manchen Kanareninseln auch sehr viel grüner, aber ein Vergleich mit Hawaii halten wir für durchaus übertrieben. Die Landschaft ist sehr bergig, sensationelle Ausblicke auf Täler und Meer erinnern uns an die „Cinque Terre“ an der italienischen Riviera. Einige Wasserfälle sind in pittoreske Landschaften eingebunden und sind echte Fotomotive, aber von ihrem Ausmaß eher Mini. Zweifelsfrei ist die Insel sehr sehenswert aber eben eher Hawaii light.

Funchal die Inselhauptstadt

Gestern waren wir in Funchal. Es liegen 2 Kreuzfahrer im Hafen. Jeder der beiden Kreuzfahrer entlässt tausende von Menschen ins eher – für diese Anzahl Menschen - kleine Hauptstädtle. So hatten wir sehr sehr viel Mensch um uns rum. Das Gute daran: Wir waren nie alleine. Wir fühlen uns an La Palma erinnert: Kreuzfahrer in Town bedeutet bleib auf dem Schiff. Dennoch machen wir einen Rundgang, um einige schöne Plätze zu bestaunen.

Kaffee an der Hafeneinfahrt des Hafens und der Marina Funchal. Wir sind sehr froh, dass unsere BELUGA dort nicht in der Marina liegt. Baulärm der Umbauarbeiten und provisorische Absperrungen machen die Marina zu einem hektischen und unschönen Platz. Wir lassen uns von anderen Yachties erklären, dass Portugiesen sehr fest-freudige Menschen seien. Was eine laute Beschallung der Marina bis in die frühen Morgenstunden sicherstellt. Na dann … zum Glück sind wir nicht in Funchal.

Auf dem Rückweg nach Quinta do Lorde stoppen wir um ein nettes Abendessen einzunehmen. Hat gut geklappt. Riesenportionen mit leckerem Essen. Allerdings stellen wir fest, dass auch auf Madeira die Preise deutlich angezogen haben. War bei unserem letzten Besuch ein Abendessen für 2 Personen noch unter 20€ zu haben, so sind wir zwischenzeitlich fast beim Doppelten.

Bleibt uns gewogen ..

Sabine & Ralph









Montag, 18 März 2024 09:09

navegamos hacia el mediterráneo (5)

Unseren geplanten Start am 12.3. mussten wir sehr kurzfristig (beim Frühstück) verschieben. Der Grund: Flaute zwischen Lanzarote und Madeira. Der windstillste Tag seit Monaten … oder wie der Segler gerne sagt „Starkwind von oben. Alle Flaggen wehen extrem nach unten aus“ :-)

Unser Starttermin wurde aufgrund des Wetterberichtes auf Donnerstag, 14.3. verschoben. Zu diesem Termin sollte es dann auch klappen und wir starten in der Marina Arrecife gegen 10:30 bei sehr wenig Wind. Daher war ein wenig Motorhilfe notwendig bis kurz nach der Marina Rubicon im Süden Lanzarotes. Ab hier dann Nordkurs. Erst sehr hoch am Wind, mit jeder Meile raumte der Wind ein wenig, bis wir schließlich für die nächsten 30 Stunden einen Halbwindkurs hatten. Zunächst mit sehr schönen 11kn Wind, auffrischend auf 14kn. Perfektes Segeln zum Abschied von den Kanaren. Im Laufe des Freitags flaute der Wind leider wieder deutlich auf unter 10kn ab. Unser Diesel musste ein wenig helfen. Mit leicht erhöhtem Standgas und dem bisschen Wind konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,8kn halten. In der vergangenen Nacht erreichten wir eine Spitzengeschwindigkeit von 9,5kn. Von uns aus hätte das so bleiben können … wollte es aber nicht. Im Laufe der Nacht von Freitag auf Samstag flaute der Wind soweit ab, dass wir die letzten 30NM mit geborgenen Segeln vollständig unter Maschine hinter uns bringen mussten. Leider, aber bei 2-3kn Wind segelt die BELUGA gar nicht. Scheint ihr zu langweilig :-))

Am Samstag (16.3.2024) gegen 12:30 kamen wir nach einem 50stündigen Segeltörn auf Madeira an. Wir hatten bereits seit einigen Tagen einen Platz in der Marina Quinta do Lorde gebucht. Dort wurden wir sehr herzlich per Dinghy vor dem Hafen empfangen. Wir haben einen sehr schönen und ruhigen Liegeplatz erhalten. Die Marineros sind ausgesprochen hilfsbereit und unterstützen uns beim Festmachen.

Zuerst Schiff festmachen, dann aufklaren. Eine warme bis heiße Dusche lies uns die zwischenzeitlich als sehr kalt empfundenen Nächte vergessen. Die Nachttemperaturen von feuchten 16°-18°C klingen nicht besonders kalt. Vor allem nicht im Vergleich zum deutschen Winter. Jedoch wenn man durchgehend im Wind sitzt, setzt einem die Nässe und Kälte durchaus zu. Jeden Morgen erfreuten wir uns an den ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Tagsüber dann wieder Gefahr eines Sonnenbrandes und in der nächsten Nacht wieder kalt. Schlafen konnten wir nicht recht viel länger als 1h am Stück. Sabine und ich waren ziemlich müde und uns sehr einig, dass dieser Samstag ein sehr frühes Ende finden wird :-) Ralph schläft gegen 18:00 auf der schmalen Sitzfläche im Cockpit ein und erwacht, als er gegen 21:00 beim Umdrehen von selbiger Bank fällt um auf dem harten Cockpitboden zu landen. Über sich selbst lachend setzt sich Ralph dann auf den Weg ins Bett. Wir beiden (Sabine und Ralph) konnten dann einer Bewusstlosigkeit ähnlich bis zum nächsten morgen um 09:00 schlafen. Unser Buddy, Ruud auf der PAULA lief eine Stunde vor uns in Arrecife aus und kam mit heißer und alarmieren Maschine am Sonntag (17.3.2024) morgen gegen 05:00 ebenfalls in Quinta do Lorde an.

Heute Sonntag haben wir (PAULA und BELUGA) unser zwischenzeitlich fast rituelles Sonntagmorgen Frühstück (11:00) eingenommen: Spiegeleier á la Ralph. Mit Zwiebel, Schinken, Gürkchen, Tomaten und 3 Spiegeleier. Nach diesem Frühstück waren alle Strapazen wieder vergessen.

Leider erscheint uns die nächsten Tage noch kein Wetterfenster, welches für den 600NM „Sprung“ über 4-5 Tage nach Gibraltar geeignet wäre. Aber wie schnell sich Wetter ändern kann hatten wir ja am Dienstag selbst erlebt. In den aktuellen KanarenNews wird erneut vor Calima gewarnt. Den Kanaren stehen offensichtlich neue Hitzerekorde bevor. Aus dem Klimabereich sind wir raus und begeben uns auf den Weg ins Mittelmeer. So schnell wie möglich und sinnvoll eben. Griechenland läuft uns sicherlich nicht weg.

Auf Madeira, speziell Quinta do Lorde, schließt sich ein Kreis für uns. Im Oktober 2022 starteten wir von hier auf die Kanaren. Dieser Weg dauerte ganze 8h weniger lang. NE-Wind Zone eben. Die Capitania hier in Quinta do Lorde hatte unsere gesamten Unterlagen noch vorliegen und erinnerte sich noch an uns. Sie war sehr interessiert an unserer Route der letzten eineinhalb Jahre und wollte unbedingt einige Tipps wo man auf den Kanaren gut bleiben kann. Ganz vorne bei den Tipps rangierte natürlich Gomera und La Palma. Nach Austausch diverser Kneipen Adressen und Sehenswürdigkeiten konnten wir dann ganz problemlos einchecken. Portugiesische Formalitäten erledigt Sie für uns freundlicherweise. Danke hierfür. Vieles von der einsamen Lage der Marina wird durch die Freundlichkeit des Marina-Personals wieder gut gemacht. Außerdem hat Quinta do Lorde eine Tankstelle mit gutem Sprit. Guter Sprit ist nicht unbedingt selbstverständlich auf den Kanaren. In San Miquel hatten wir mehrfach getankt, ohne Spritprobleme. Allerdings beim letzten Mal bekamen wir wohl ordentlich Wasser im Diesel eingefüllt. Damit kämpfen wir heute noch von Zeit zu Zeit.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph









Sonntag, 10 März 2024 14:16

navegamos hacia el mediterráneo (4)

Seit ein 22.4.2024 sind wir in Arrecife. Nicht untätig bislang. Während unserer vielen Wochen und Monate auf den Kanaren hatten wir einige Ideen für welche man allerdings INOX Beschläge benötigt. Leider waren diese gar nicht oder mit exorbitanten Lieferzeiten zu bekommen. Daher hatten wir diese Projekte verschoben auf Arrecife. Dort existiert einige Firmen, welche Marine-INOX Beschläge führen. Sehr gute Ware und alles lagerhaltig. Das hatten wir bereits bei unserer Ankunft aus Madeira vor vieeelen Monaten festgestellt. So haben wir unsere „ausgegorenen“ Projekte auch umgesetzt. Nahm den einen oder anderen Tag in Anspruch. Hat sich rentiert: Sieht in unseren Augen nicht nur hübsch aus, sondern dient auch der Sicherheit.

Im Bild könnt ihr erkennen, dass unser Achterschiff nun eine deutlich höhere Reling bekommen hat. Auch die Starlink Antenne (Dishy) steht nun fest und wackel-frei. Das Antennenkabel hatten wir bereits auf La Palma bereits nach innen geführt. Ralph meinte damals es dauere ca. 1 Stunde, welche nach 4 Stunden auch schon vorbei war. Kiwi sei Dank, dass es nicht noch länger dauerte.

Uns fällt immer deutlicher auf, wie angenehm es sein kann, nicht auf mehr oder wenig leistungsfähige Hafen WLAN angewiesen zu sein. Internet wird auch beim Segeln immer wichtiger. Von der Hafenbuchung (meist notwendig) bis zum Wetter geht nichts mehr ohne Internet. Wie bereits beschrieben haben wir unser Inmarsat komplett auslaufen lassen. Zwischenzeitlich ist Starlink deutlich günstiger und um Faktoren schneller.

Auf dem Weg ins Mittelmeer

Die letzten Tage standen im Zeichen der Routenplanung. Schließlich wollen wir ins Mittelmeer. Das nächste grosse Ziel ist Gibraltar. Der ca. 800NM entfernte Eingang ins Mittelmeer. Vor einigen Tagen hatten wir am Montag einen geeigneten Starttermin gesehen, um die 800NM in ca. 6 Tagen zu bewältigen. Wir wollen weder Wellen über 2,5mtr, keine Windstärken über 25kn und auch keine gewaltige Dieselstrecke haben. Geduldiger Skipper hat immer guten Wind ! Die letzten Tage war täglich umfangreiches Studium der diversen Wetterquellen und Anpassungen unserer Route notwendig. Üblicherweise werden Wetterberichte umso genauer und verlässlicher, je weniger sie in der Zukunft liegen. Heute morgen hatten wir uns eine Deadline gesetzt und bis heute waren wir zuversichtlich, dass wir die Strecke am Stück machen wollen. Seit heute sind sich die Wetterberichte allerdings alle einig, dass mindestens die Hälfte (knapp 500NM) der Strecke eine Dieseltour werden sollte. Das wollen wir jedoch nicht.

Daher haben wir heute entschieden zunächst Madeira anzulaufen. Bis dorthin haben wir die Hälfte der Strecke zu segeln und ein Wetterfenster welches durchhalten sollte. Wegen akuter Wellenwarnung für die Kanaren (über 5mtr Höhe) verlegen wir unsere Abfahrt auf Dienstag. Wir werden zwar weiterhin die Wetterberichte studieren, hoffen dass es so bleibt, wie vorhergesagt. Wenn wir am Dienstag, 12.3.2024 abfahren, so werden wir am Donnerstag im Laufe des Nachmittags in Quinta do Lorde einlaufen. Dort werden wir solange bleiben, bis uns ein Wetterfenster nach Gibraltar bringt. Das nächste Tief ist dann unseres :-))

Aus aktueller Sicht könnte dies bereits in der darauf folgenden Woche um den Dienstag. 19.3.2024 passieren. Aber wir werden es sehen … es gilt sich als geduldiger Skipper auszuzeichnen … In Quinta do Lorde schließen wir unseren Kanaren-Kringel. Im Oktober 2022 kamen wir auf Quinta do Lorde an. Zwischenzeitlich haben wir die Kanaren erkundet und sehr viele positive Eindrücke und Unterschiede der Inseln erleben dürfen. Von den Steinhäufen der östlichen Kanareninseln Lanzarote und Fuerteventura, über die Metropole Santa Cruz de Teneriffe bis zur traumhaften Einsamkeit Gomeras. Von warmem Badewetter an Weihnachten und Wanderwegen über Starwars Stimmung auf 2.500mtr Höhe La Palmas … ein wenig Wehmut schwingt mit. Allerdings freuen wir uns auch sehr auf Gyros, Sirtaki und schöne Ankerbuchten in Griechenland.

Doch aktuell konzentriert sich alles auf die nächsten ca. 1000NM bis Gibraltar. Der 300NM Umweg über Madeira macht die Strecke deutlich länger, aber wettertechnisch sehr viel berechenbarer.Jedoch ist unser Motte noch immer "Safety First" !

Deshalb haben wir unseren Antrieb kontrolliert. Hatte dieser leichte Vibrationen auf dem Weg nach Arrecife gezeigt. Es scheint, dass wir nach 4 Monaten La Palma sehr viele "Mitbewohner" gewonnen haben. Diese blinden Passagiere wollten wir aber gar nicht bis Madeira mitnehmen und lassen sie hier. Also: Eine Runde tauchen und kratzen. Danach ists wieder einigermassen sauber.

Wir werden von Madeira wieder berichten.

In diesem Sinne aus dem schönen uns sonnigen Arrecife wünschen wir Euch einen schönen „Restwinter“.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph









Freitag, 23 Februar 2024 16:27

Starke Nachbarn in Arrecife

Wie wir bei unserem Hafen Rundgang nach dem Eincheck festgestellt haben, liegt die Baltic 111 Raven bei uns im Hafen … am Steg nebenan. Ein Video der Inbetriebnahme und der Probefahrt kannst Du Dir hier anschauen. Nach der Minitransat im Oktober letzten Jahres ist das ein richtiger „Brummer“. Mit 111 Fuß ist die Raven doppelt so lang als die BELUGA. Wahrscheinlich wiegt sid jedoch nur die Hälfte. Gebaut wurde das Biest bei der Baltic Werft in Finnland und will beim nächsten Volvo Ocean Race ganz vorne mitspielen. Jedoch das wollen viele. Eine Video in welchem die RAVEN vorgestellt wird verlinke ich Dir hier.

Ansonsten lasse ich lieber Bilder sprechen, als hier zu labern …. viel Spaß damit !


 

 

 





Freitag, 23 Februar 2024 14:10

navegamos hacia el mediterráneo (3)

20.2.2024 Marina Pasito Blanco, Gran Canaria

Nach der Erfahrung der zuvor gemeldeten „Wasser im Tank“ Meldung unseres Motors hat Ralph heute den Wasserabscheider des YANMAR geleert, sämtliche Dieselfilter erneut gewechselt, alles wieder zusammen gebaut und getestet. Alles rennt wieder. Dauerte seine Zeit, schien uns aber notwendig. Schliesslich haben wir morgen eine ganze Ecke Weg vor uns. Wahrscheinlich mit ordentlich Dieselanteil, auch wenn uns das nicht schmeckt.

Ab Freitag soll eine Wetterfront mit viel Wind und noch mehr Welle über die Kanaren ziehen. Dieses Wetter würde uns mindestens eine Woche im Hafen festhalten. Wellenhöhen über 3mtr (Vorhersage bis zu 4,5mtr) wollen wir nicht erleben – ausser auf der Terasse der Marina.

21.2.2024 12:00 Pasito Blanco, Gran Canaria

Heute reisen wir hier ab. By the way: Wir haben in Pasito Blanco die METESOEBEN, eine Yacht die in La Palma viele Monate neben uns lag, wieder getroffen. Nettes Hallo zu unseren dänischen Freunden.

Gegen 12:00 liegen wir am Dieselport und tanken nochmals 150ltr. Diesmal aber in den Backbord (Bb) Tank, der noch kein Wasser haben soll. Aus diesem Bb Tank fahren wir Arrecife. Um 12:30 legen wir in Pasito Blanco ab in Richtung Osten. Die vorherrschenden N bzw. NE Winde folgen der Inselform Gran Canarias. Im Süden daher zunächst starker E-Wind. Haben wir die Ostküste Gran Canarias dann hinter uns, rechnen wir mit N bis NNE Winden. Diese Annahmen stellten sich als vollkommen richtig dar. Dass wir allerdings bis zur Ostküste Gran Canarias gegen den Wind kreuzend bis 18:00 benötigen, damit hatten wir nicht gerechnet. Was für eine Kreuz ! Stundenlang faher wir in Richtung SE, wenden und machen 3h später immerhin 4NM gut. Zuerst hatten wir versucht den Süden von Gran Canaria auf direktem Wege zurückzulegen. Bei bis zu 3kn Gegenstrom war allerdings der Vortrieb sehr überschaubar und noch mehr schaukelig. Daher gaben wir nach 2h der Kreuz den Vorrang.

1800 hatten wir dann Punta des Salinas erreicht. Von dort konnten wir den Süden Fuerteventuras anlegen. Morro Jable galt hier als Wegpunkt. Eine Strecke von über 50NM. Morgens gegen 0300 war Morro Jable dann in Sicht. ca. 3h später als geplant. Schlagartig brach der Wind von 20-25kn auf 3kn zusammen. Wir haben endlich den Windschtatten Fuerteventuras erreicht. Wir haben uns den weiteren Weg entlang der Ostküste Fuerteventuras ausgesucht, weil dort die Welle mit 0,5mtr statt den 2,5mtr auf der Westseite angegeben war. Allerdings auch wenig bis gar kein Wind. Der Wetterbericht traf zu. Ab Puerto del Castillo konnten wir dann Arrecife gegen 0900 direkt anlegen. Eine Strecke von knapp 40NM. Das Wasser war flach, der Wind leider wenig, die Sonne brannte und das Bier war – dank MobiE - kalt. Dieses entbehrungsreiche Leben aus See ist uns hinreichend bekannt foot-in-mouth

22.2.2024 17:00 Arrecife, Lanzarote

Um 1700 laufen wir in die Marina Lanzarote ein. Ponton I8 wird uns zugewiesen und wir wurden von sehr freundlichen Marineros in Empfang genommen. Nachdem der Wind mit ca. 15kn vierkant auf unseren Bug blies, nahmen wir das Angebot der Marineros an. Sie halfen uns Leinen festzumachen, gaben uns danach die Anmeldeformulare und Zugangskarten. Superfreundlich und sehr nett ! Vielen Dank nochmals an die Marina Lanzarote.

An unserem Steg trafen wir erneut „alte“ Bekannte. Die Yacht OM liegt ebenfalls hier am Steg. Kurze Zeit nach der letzten Festmacherleine waren wir auch schon zum Abendessen verabredet. Ortskundige sind immer gut ! Nach einem sehr leckeren Abendessen verschwinden Sabine und ich sehr zeitig in der Koje. Schlafen hilft bekannt am besten gegen Müdigkeit.

Hier werden wir laut unserer Wetterprognose sicherlich noch 1-2 Wochen bleiben müssen – oder dürfen ? Das und vieles mehr gilt es herauszufinden. Aktuell haben wir erneut einen Kälteeinruch. Ein sehr stabiles und grosses Hochdruckgebiet über den Azoren (Azorenhoch) schauftelt „kalte“ Luft zu uns. Was bedeutet Kälteeinbruch auf den Kanaren? Abends zieht man sich gerne eine lange Hose an. Ein winddichtes und wärmendes Jäckchen ist sicherlich notwendig. Im Vergleich zu den über 30°C der letzten Tage sind aktuell die 20-25°C tags und 18-20°C bei Nacht sehr kalt.

Wir liegen in Arrecife sehr geschützt und gut versorgt „auf der Lauer“. Mit der nächsten geeigneten Wetterkonstellation werden wir hier in Richtung Gibraltar aufbrechen. Entweder über Madeira, oder direkt. Beides gut, beides valide und beides eher selten. Leider. Daher nutzen wir die Zeit. Wir wollen die nächsten Tage intensiver die Stadt Arrecife erkunden. In Sachen Bootszubehör und INOX Artikel ist Arrecife auf allen Kanareninseln positiv bekannt. Also kein Grund zur Sorge um uns.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph

Dienstag, 20 Februar 2024 19:05

navegamos hacia el mediterráneo (2)

19.2.2024 08:00 San Miguel, Teneriffa

Wir legen ab, um heute noch nach Pasito Blanco auf Gran Canaria zu kommen. Es stehen uns 55NM mit überwiegend viel Wind bevor. Erst kurz vor der Küste Gran Canarias soll uns ein wenig Flaute begegnen. Das ist in unserem Fall sehr erfreulich, denn ab dort kommt der Wind auf die Nase. Unsere BELUGA kann viel ab, aber starker Gegenwind und dann auch noch hohe Welle führt immer wieder zum Stillstand der BELUGA. Das kostet Zeit und Diesel. Beides wollten wir vermeiden.

Wir haben in San Miguel nochmals getankt. Wollen wir doch mit diesem Tank bis Arrecife nach Lanzarote kommen. Dort soll der Sprint wieder günstiger sein. In Arrecife wollen wir nochmals für die Fahrt bis Gibralter tanken. Offensichtlich scheint die Entscheidung bereits in San Miguel zu tanken ein Fehler gewesen zu sein. 10NM vor unserem Ziel geht ein Motoralarm los. Sehr lautes Beep ! Diesmal aber eine neue Fehlermeldung: „Wasser im Tank“ Ein Blick auf die Filter bestätigt diese Diagnose unseres YANMARs. Offensichtlich haben wir in San Miguel unter anderem teures Wasser eingekauft, ohne es zu wollen. Wasser im Diesel ist echt Sch..e. Zu unserer angenehmen Überraschung gehörte, dass YANMAR wohl entschlossen hat den Motor weiter laufen zu lassen.

So konnten wir wie geplant kurz um 1800 in Pasito Blanco einlaufen. Eincheck und Formalitäten dauern auch nochmals eine halbe Stunde. Wir bekamen einen sehr schwer anzulegenden Liegeplatz: Quer zum Wind (15-18kn). Daher haben sich 5 Marineros bereit erklärt – oder besser gesagt vor unserem Ableger empfohlen – dass sie uns helfen wollen/werden. Dieses Angebot stellt sich als sehr gute und professionelle Hilfe heraus. Gegen 1900 legen wir dann fest am Liegeplatz. Ein sehr sicherer Liegeplatz hinter einer Kolonne großer Motorbooten.

20.2.2024 10:00 Pasito Blanco, Gran Canaria

Heute, am Morgen nach der Überfahrt, geht’s drum das Wasser aus dem Tank zu bringen. Das geht mit unserer Reinigungsanlage ganz gut. Dauert aber eine ganze Weile: Alle Filter entwässern und erneuern und stundenlanges filtern macht den Diesel langsam aber sicher wieder flott. Zum Glück haben wir auch noch einen 2ten Tank. Dort scheint der Sprit noch satt gelb gut zu sein. Diesen werden wir dann morgen, vor dem Ablegen enefalls auffüllen und nutzen. Hoffentlich dann ohne neues Wasser.

21.2.2024 12:00 Pasito Blanco, Gran Canaria

Morgen am 21.2. geht’s gegen Mittag auf einen 150NM Trip bis Arrecife. Wir planen hierfür 24h+ ein. Am frühen Nachmittag des 22.2. wollen wird dann in der Marina Lanzarote in Arrecife einlaufen. Wir wollen dort auf der Lauer für passende Wetterfenster warten. Derzeit wird diese bis mindestens 29.2. dauern.

Um nach Arrecife zu kommen haben wir eine 75NM Passage zwischen Pasito Blanco und Puerto Mogan am südlichen Ende der Insel Fuerteventura zu bewältigen. Von dort geht’s auf der Ostseite der Inseln Fuerte und Lanazarote in Richtung Norden. Auf der Ostseite wegen der deutlich geringeren zu erwartenden Wellenhöhe von unter 1mtr und weniger Wind. Dieser allerdings dann auf die Nase – aus Nord.

Wir wollen uns am 23. 2. wieder melden. Dann ausgeschlafen und entspannt.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Sonntag, 18 Februar 2024 14:38

navegamos hacia el mediterráneo (1)

Anfang Februar haben wir nach 4 langen und sehr schönen Monaten La Palma verlassen. 60NM später liefen wir in den Hafen von San Sebastian, unserer beliebten Insel Gomera ein. Ein sehr herzliches Wiedersehen mit den Marineros ! … und auch mit den Kaffees und Bars im Ort. Sofort wiedererkannt. Am 15.2.2024 verlegten wir dann nach Teneriffa, von wo aus ich diesen Blog verfasse. Die weitere Planung soll uns am 19.2.2024 bis Pasito Blanco im Süden von Gran Canaria bringen (70NM). Dort bleiben wir dann 2 Nächte und verlassen diese Marina am 21.2. um bis 22.2. in Arrecife auf Lanzarote (150NM) einzulaufen.

Warum gerade diese Strecke ?

Aktuell herrscht der übliche Nordost Wind auf den Kanaren. Nach Madeira oder gar nach Gibraltar auf direktem Wege ist uns nicht möglich. Auch geben sich die Tiefs nördlich von uns die Hände und sorgen für ordentlich Welle. Unser Ziel ist es am nordöstlichsten Punkt (Arrecife) auf der Lauer zu liegen und auf ein passendes Wetterfenster zu warten.

Welche Alternativen gibt’s ?

1) Kanaren – Gibraltar

Idealerweise Ostwind. Das würde eine Direktissima bis Gibraltar zulassen und mit wenig Welle (unter 1mtr) verbunden sein. Dieser Wunsch gleicht allerdings einem Lottogewinn.

Oder Südwind. Dieser ist in der aktuellen Jahreszeit sehr selten, aber nicht unmöglich. Die Direktissima bis Gibraltar dauert 5 Tage. Solange sollte idealerweise dieser Wind durchhalten. Zumindest auf einen Breitengrad nördlich von Madeira sollte uns der Südwind bringen. Mit sehr viel Glück könnten wir dann auf einen West- oder Ostwind treffen. Ebenfalls Lottogewinn. Aber nichts ist unmöglich. Beeinflussbar allemal nicht.

Diese Strecke: 590NM und wird mindestens 5 Tage auf See bedeuten

 

 

2) Kanaren - Madeira - Gibraltar

Die Insel Madeira liegt nordwestlich der Kanaren. Bei einem üblichen Nordostwind wäre das für uns sehr gut segelbar. Meist mit vertretbarer Wellenhöhe unter 3mtr und halbem Wind. Madeira stellt eine Art Wetterscheide im Atlantik dar. Südliche oder westliche Winde der Tiefs erreichen meist an ihrem Südende gerade mal so Madeira. Diese würden uns dann in Richtung Gibraltar blasen können. Auf deren Vorderseite herrschen meist sogar südliche Winde. Die Strecke von den Kanaren bis Madeira bedeutet dass das Wetterfenster 2 Tage durchhalten sollte bis wir dort sind. Danach benötigen wir ca. 4 Tage bis Gibraltar. Ein Umweg von 1-2 Tagen, aber wahrscheinlichere Wetterkonstellationen.

Diese Strecke: 850NM und wird mindestens 6 Tage auf See bedeuten

 

In Gibraltar angekommen haben wir dann einen kurzen Relax-Stopp vorgesehen. Danach geht’s nach Carthagena. Dort besuchen wir – wie berichtet – die Lady Ann mit ihrem Eigner Lars. Vermutlich wird’s dort einen weiteren Relax-Stopp geben, bevor wir uns in Richtung Mallorca aufmachen. Im Mittelmeer haben wir vergleichsweise kurze Strecken vor uns. Von Carthagena bis Ibiza ist eine Nacht dazwischen. Von Ibiza bis Malle eine weitere Nacht.

 

Warum so hektisch durch Mittelmeer ?

Erstens wollen wir die nördliche Küste des westlichen Mittelmeers nicht (nochmals) kennenlernen. Als Süddeutsche war das westliche Mittelmeer die „Kinderstube“ unserer Seglerkarriere. Wir kennen sehr viele nette Orte und Marinas, die zwischenzeitlich wahrscheinlich nur teurer aber nicht schöner wurden.

Daher haben wir vor, von Malle in einem Stück vorbei an der sardinischen Südküste und durch die liparischen Inseln bis Tropea. Dort wollen wir – wie bereits berichtet – dann im Pulk mit Anderen nach Griechenland verlegen. Sicherlich zunächst auf den ionischen Inseln ein wenig „Extreme Relaxing“ betreiben, bevor wir uns Gedanken machen wohin in Griechenland. Ziele gibt’s da sicherlich sehr reichlich. Sabine und ich haben schon einiges an griechischen Inseln gesehen. Während der Sommerferienzeit möglichst weit weg von Athen. Dort werden einsame Inseln, mit klarem Wasser bevorzugt. Das bedeutet weniger lärmende Wassersportler mit Jet Skis und dröhnenden Lautsprechern. Wir wollen lieber ursprünglich griechischer Küche den Vorzug vor Fastfood geben. Wir haben tatsächlich sehr viele Ideen wohin es denn so gehen sollte, aber wir wollen das Bärenfell erst dann zerteilen, wenn der Bär erlegt ist. Allerdings fürchten wir, dass der Sommer nicht ausreichen könnte :-)) Luxusproblem ?

So, nun haben wir unser Routing verkündet !

Ihr wisst nun auf welcher Strecke sich die BELUGA bewegen wird. Wie ihr sicher bemerkt habt, haben wir keine zeitlichen Angaben gemacht, zu welchem Zeitpunkt wir an welchem Ort sein wollen. Das war blanke Absicht :-) Wir wollen uns in keinem Fall in zeitlichen Stress bringen. Das kann - wettertechnisch - sehr gefährlich werden. Wir wollen uns als geduldige Skipper geben. Denn nur diese haben meist guten Wind.

Auf dem schnellsten Weg wären wir binnen 12 Tagen von Gibraltar in Griechenland. Auf der BELUGA ist jedoch Stress und Überbordfallen strengstens verboten. Daher sind die 12 Tage eine eher rechnerische Größe.

Wir werden jedoch sehr zeitnah über zeitliche Planungen der einzelnen Abschnitte berichten, sobald uns Wetter- und Wellendaten für unsere Planung vorliegen. Also bleibt dabei, uns regelmäßig zu „stalken“. Wir empfinden Dein „stalking“ in keinem Fall als lästig, sondern eher als gewünscht.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Montag, 12 Februar 2024 14:17

AMOC, die Realität des Golfstroms

Wir sind im Februar 2024, zwischenzeitlich ca. 2 ½ Jahre unterwegs mit der BELUGA. Auf unserem Segler müssen wir mit Wind und Wellen taktieren. Wir haben Klimakarten an Bord, welche uns zeigen sollen, wie die Wellen und Wind sich in einem bestimmten Monat üblicherweise verhalten. Diese Karten stimmen nur noch wenig bis gar nicht mehr. Von einer Veränderung der klimatischen Bedingungen erzählen uns ebenfalls die Einwohner der Kanaren. Mangel an Regen und somit Trinkwasser beklagen viele Inseln. So haben wir binnen eines Jahres lediglich 3 Regentage wahrgenommen. Sicherlich, eine einjährige Erfahrung bedeutet noch keinen Klimawandel. Die Erzählungen der Spanier hier ins Kalkül gezogen scheint sich dennoch was zu bewegen.

In meinem Artikel „Golfstrom - Heizung auf Zeit ?“ aus September 2019 hatte ich versucht die Funktion des Golfstroms und die Auswirkungen einer Nicht-Funktion zu beschreiben. Ein Artikel der zwischenzeitlich fast 10.000 mal gelesen wurde. Im Artikel „Arktis - der ignorierte Hilfeschrei !“ (ebenfalls aus September 2019) hatte ich die Entwicklung des (Nord-)polaren Eises beschrieben. Auch durfte ich dort die Aussage unseres zwischenzeitlich geliebten Finanzministers Christan Lindner zitieren: „Man sollte Umweltschutz den Profis überlassen“. Offensichtlich – oder sollte ich sagen: Leider - haben wir uns daran gehalten. Was dazu führte, dass mit den Profis einfach – wie üblich - nichts passierte. Technologieoffenheit siegt.

Mehr Informationen und Links findest Du im übergeordneten Bereich „Unser Klima“ auf unserer BELUGA Site. In diesem Ordner zu stöbern lohnt sich für mich immer wieder aufs Neue.

Gewonnene Sicherheit in 2024 !

Aktuell haben holländische Forscher in einer Studie festgestellt, dass der Golfstrom (wissenschaftlich als AMOC bezeichnet) abreißen wird. Wann es dazu kommen wird, ist unklar. „Aber wir können wenigstens sagen, dass wir uns auf den Kipppunkt des Klimawandels zubewegen“, sagte Hauptautor René van Westen, Meeresforscher an der Universität Utrecht, dem „Guardian“. Die Frage scheint also nicht mehr OB sondern nur noch WANN ? Sollte jemand von Euch den Artikel der RND als deutsche Wahlpropaganda der Grünen abtun, so kann ich ihm den Artikel der NZZ empfehlen. Schweizer sind per Definition neutral :-))

Ähnliches scheint sich nun auch in der Antarktis, dem Südpol, einzustellen. Die University of Cambridge hat hierzu ebenfalls neueste Studien veröffentlicht. Diese Wissenschaftler befürchten, dass die aktuelle Erderwärmung Teile des westantarktischen Eisschildes destabilisieren könnten, sodass ein Kipppunkt überschritten und ein Zusammenbruch ausgelöst werden könnte. "Dieses Szenario existiert nicht nur in unseren Modellvorhersagen und es könnte erneut passieren, wenn Teile dieser Eisdecke instabil werden".

Ohne dass ich Klimaforscher oder ähnliches wäre, ist für ich diese Entwicklung bereits seit Ende der 80er Jahre absehbar. Damals als „Apokalyptiker“ und „Schwarz-Seher“ bezeichnet hatte ich mit vielen Menschen darüber gesprochen. Keiner wollte es in den Boom-Jahren so richtig glauben. Etwa 30 Jahre später stellen selbst die letzten Zweifler unter den Klimaforschern diese Entwicklung nicht mehr in Frage. Ist das alles menschengemacht oder nicht ? Diese Frage stellt sich zwischenzeitlich niht mehr für mich. Aus meiner Sicht sollte die Frage sein „Wie gehen wir mit diesen Entwicklungen, die keiner mehr abstreitet, um ?“. Das sollte die Frage sein, die Christian Lindner als selbsternannter Klimaprofi beantworten sollte. Oder besser nicht ?

In diesem Sinne: Es wird bald wieder wärmer ! Dank Klimaerwärmung, Helau und Alaf !

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Samstag, 10 Februar 2024 13:28

Aufbruch zu neuen Ufern

Wir liegen seit 14.2.2024 auf Gomera. Um genau zu sein in San Sebastian de Gomera.

Heute morgen um 10:00 brechen die Salvamentos Maritimo auf. Sie scheinen es im Gegensatz zu manch anderen Einsätzen heute eiliger zu haben.

Eine Stunde später sind sie wieder zurück am Liegeplatz. Ungewöhnlicherweise sind alle auf dem Salvamento Boot im Ganzkörperkondomen, Einweghandschuhen und Atemmasken ausgerüstet. Das erweckt unsere Neugier. Am gegenüberliegenden Ponton entdecken wir ein Migrantenboot. Viele dunkelhäutige Menschen steigen aus. Begleitet von Gelbwesten der Guardia Civil. Offensichtlich wohl Migranten. Das erste mal für uns das Ganze derart hautnah zu sehen. Allerdings haben wir bereits auf La Palma erfahren, dass die Migration in den letzten Monaten sehr zugenommen hat. Auf unseren Strecken zwischen den kanarischen Inseln haben wir keinen Tag erlebt bei dem nicht ein „Mayday“ oder „Securite“ im UKW-Funk bzgl. der Migrantenboote zu hören war.

Die Teneriffa News berichten, dass alleine Januar genauso viele Migranten ankamen als im gesamten ersten Halbjahr 2023. Gomera scheint hierbei ein wenig geringer betroffen zu sein als El Hierro. Die kleinste und westlichste der Kanareninseln hat ca. 10.00 Einwohner und beherbergt derzeit mehr als 5.000 Migranten. Was für diese abgeschiedene Insel eine echte Herausforderung darstellt.

Die spanische Regierung hat daher den Migrationsnotstand ausgerufen. Der Migrationsdruck scheint sich auf den Kanaren deutlich zu verschärfen. Die Regierungen der Inseln halten in 2024 ein Allzeit-Hoch für möglich. Erstaunlich ! Dei meisten der Flüchtlinge starten in Mauretanien mit ungeeigneten Booten. Daher gilt diese Route als die tödlichste der Welt. Offizielle Stellen geben 16 Tote pro Tag an. Bereits im Oktober 2023 wurden 1200 Migranten an einem einzigen Tag gezählt. Die Frage bleibt: Wie hoch muss das Leiden in der Heimat sein, um sich lieber der tödlichen Gefahr einer Flucht auszusetzen ?

Anscheinend scheinen die spanischen Behörden wohl erfahrener im Umgang mit den Migranten-strömen zu sein. Auf den Inseln sind Unterkünfte für eine Erstversorgung vorhanden. Im Anschluss werden die Migranten dann auf das spanische Festland verteilt. Offensichtlich geht das in Spanien mit weniger Getöse als in Italien ab. Stichwort: Lampedusa zur Ehrenrettung der italienischen Behörden: Dort treffen ein Vielfaches der Migranten ein.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Donnerstag, 08 Februar 2024 14:41

Winterschlaf beendet, jetzt gehts los !

Die BELUGA und ihre Crew hat ihren Winterschlaf beendet.

Nach ca. 4 Monaten La Palma heben wir zwischenzeitlich nach Gomera verholt um von dort nach Teneriffa zu segeln.

Wie geht’s weiter ?

Aktuell beschäftigt uns die geplante und bevorstehende Überfahrt ins Mittelmeer. Hierfür wollen wir eine „Calima“ Phase nützen. Diese weht mit südlichen oder östlichen Winden und soll uns soweit als möglich bis Gibraltar bringen. Die bevorstehende Strecke zwischen den Kanaren und Gibraltar zieht sich über knapp 800NM und wird uns über ca. 5 Tage auf See beschäftigen. Zuvor gilt es nochmals die BELUGA zu checken, verproviantieren und alle lose gestauten Dinge wieder auf festen Positionen zu fixieren.

Enemy mine ?

Mit der Ankunft in der Straße von Gibraltar (auch Orca Allee genannt) haben wir dann erneut das zweifelhafte Vergnügen, uns mit dem Orcas zu beschäftigen. Wir haben derzeit einen Wal-PAL im Zulauf, der uns sehr schnell und unkompliziert von Boris Culik (dem Erfinder und Lieferant) vermittelt wurde. Ein anderer Segler auf Gran Canaria, welcher in Richtung Karibik weitersegelt, hatte einen an Bord, welchen sie für ihre Strecke nicht mehr brauchen. Boris hat uns daher angeboten mit diesen Seglern in Kontakt zu treten. Die Segler packen diesen nun in die Post und schicken das Ganze nach San Miquel, unserem nächsten Hafen. Dort wird er (hoffentlich) bei unserer Ankunft auf uns warten. Diesen Wal-PAL werden wir dann mindestens bis Cartagena hinter uns herschleppen, denn entlang der südlichen spanischen Küste scheinen wir ebenfalls mit Orca rechnen zu müssen/können.

Mittelmeer Planung

In Gibraltar angekommen wollen wir uns erholen, günstig tanken (derzeit ~1€/lt.) und dann weiter nach Cartagena. Dort wollen wir Lars, den Eigner der LADY ANN besuchen, wenn er Zeit hat. Wir haben Lars und seine LADY ANN in A Coruna kennen gelernt. Von Cartagena planen wir Mallorca anzulaufen. Nach einem weiteren kurzen „Erholungs-Stop“ geht’s dann direkt in Richtung Tropea. In der Marina von Tropea wollen wir die AZZURRO und die FRECHDACHS treffen. Beide haben dort überwintert und warten bereits auf uns. Geduld ist eine Tugend der Segler. Geduldige Skipper - so sagt man - haben immer guten Wind. Gemeinsam wollen wir dann auf den Spuren von Odysseus durch die Strasse von Messina nach Griechenland um dort erneut die „Entdeckung der Langsamkeit“ zu feiern. Übrigens ein lesenwertes Buch !

Ich will mit ?!

Auf den oben beschriebenen Abschnitten liegen grosse Strecken vor uns. Da wir keine „Dieselverbrennungs-Aktion“ betreiben wollen, sind wir natürlich sehr auf Winde und Wellen angewiesen. Nicht immer sieht die Wetterprognose allerdings so gut aus wie im obigen Bild.

Einem Mitsegeln auf der BELUGA steht im Prinzip nichts im Wege. Allerdings solltest Du sehr flexibel sein. Unsere Wettervorhersage hat einen Zeitraum von max. 10 Tagen. Je weiter in der Zukunft, desto unsicherer ist die Vorhersage in Bezug auf den Tag des Eintreffens. Wir wollen Dir daher nicht bereits Monate vorher den Mund wässrig machen, um dann nicht vor Ort sein zu können oder nicht loszukommen. Solltest Du Dich also mit dem Gedanken tragen mitzusegeln, dann setze Dich telefonisch/per Mail mit uns in Verbindung, was bereits einige Freunde der BELUGA getan haben.

Unsere Idee: Du meldest Dich bei uns und teilst uns mit an welcher Etappe Du interesse hättest. Wir melden uns dann wenn wir am geplanten Etappenziel angekommen sind und können Dir mit max. einer Woche Vorlauf sagen, wann und wo es weitergehen wird. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob das bei Dir hinhaut oder eben nicht. Keine Sorge um uns, Sabine und ich sind zwischenzeitlich gut eingespielt und schaffen es auch zu zweit :-))

In Griechenland angekommen wird’s dann wieder deutlich planbarer und relaxter zugehen. Vielleicht überlegst Du Dir auch einfach zu warten bis wir dort sind und erkundest mit uns gemeinsam die griechischen Inseln und deren Geschichte. Davon gibt’s reichlich ! Im Gegensatz zu den Kanaren sind die griechischen Inseln wesentlich zahlreicher und näher beieinander. Dort ist in einer Woche auch mal was zu machen.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Mittwoch, 20 Dezember 2023 09:31

Weihnacht am Bodensee

Wie zuletzt beschrieben, sind wir aktuell in Deutschland. Am Bodensee. Einerseits geniessen wir die Kälte, da wir diese Temperaturen seit mehr als 2 Jahren nicht mehr erlebt hatten … und ganz ehrlich: Uns hat die jahreszeitliche Abwechslung der Temperaturen so manches mal gefehlt. Mag blöd klingen, aber zwei Jahre und 6 Monate ausschließlich mit Sonne und nie unter 20°C ist eher langweilig. Das deutsche Sch..wetter haben wir daher schon ein wenig vermisst. Noch schöner wäre aus unserer Sicht viel Schnee. Das mögen Autofahrer allerdings ganz anders sehen.

Auf den umliegenden Weihnachtsmärkten haben wir uns mit vielen Freunden getroffen. Spätestens mit kalten Füssen und Fingern revidieren wir die obigen Aussagen. Trotz ausreichender Glühwein Versorgung zur inneren Erwärmung. Spätestens seit wir schlotternd auf einem zugigen Bahngleis auf unseren Zug warten durften, hätten wir dann doch langweilige Hitze vor abwechslungs­reichem Schlotterwetter bevorzugt. Eine Konstante im deutschen Alltag erscheint uns die Bahn. Auf die ist eben Verlass: Mit unfehlbarer Sicherheit sind die Züge noch immer unpünktlich, unzuverlässig und verdreckt. Das scheint uns auch den respektablen Preis zu rechtfertigen? Nach dem Motto: „Wenn schon nix geht, dann wenigstens zu überhöhten Preisen“. Eine echte Alternative zum Auto ?!? Beispiel: Für die Fahrt ins 10km entfernte Friedrichshafen dürfen wir 3,80€ spenden. Der Zug at 10 Minuten Verspätung, weil das Bahnpersonal nicht rechtzeitig erschien. Im Vergleich: Für die Fahrt von Radazul (Teneriffa) ins 10km entfernte Santa Cruz zahlten wir 1,40€ für einen sauberen, klimatisierten und sehr pünktlichen Bus ! Einheimische zahlen übrigens nur 25% des Preises. Da soll noch mal einer was gegen die Spanier sagen. Wie Herr Spahn bereits vor Jahren bemerkte: „Deutschland ist einmalig in Europa und in den meisten Dingen ganz weit vorne“ er hatte Recht.

Wir geniessen es, im Kreise der Familie Weihnachten zu verbringen. Sabine ist mit Enkeln beschäftigt und ich kann endlich mal ne größere Menge Menschen bekochen. Wir fühlen uns sehr wohl hier am Bodensee und freuen uns auf die Weihnachtszeit mit der gesamten Familie. Endlich mal wieder alle beieinander! Das mit dem vielen „Essen gehen“ reduzieren wir auf ein sinnvolles Minimum. Uns scheinen die Wirte zumindest die erhöhte Mehrwertsteuer sicherheitshalber schon vorab aufgeschlagen zu haben – mindestens einmal, wenn nicht häufiger. Deutschland scheint in den 2 ½ Jahren unserer Abwesenheit ziemlich „wertvoll“ geworden zu sein.

Wir freuen uns sehr auf unser Routing im neuen Jahr. Sobald sich ein geeignetes Wetterfenster öffnet werden wir uns auf den Weg ins Mittelmeer machen. Von Gibraltar geht’s dann in längeren Etappen weiter. Nachdem wir das nördliche Mittelmeer bereits kennen, wollen wir über Mallorca die Südspitze Sardiniens und danach Tropea anlaufen. Dort treffen wir eine Gruppe alter Bekannter, die dort auf uns warten. Gemeinsam gehts durch die beiden mythologischen Ungeheuer Skylla und Charybdis (Straße von Messina) ins Ionische Meer oder auf den Peloponnes nach Griechenland. Die gesamte Strecke wird über 2000NM und ca. 20 Seetage bedeuten. Unser Vorsatz ist, spätestens im Juni Griechenland erreicht zu haben. Als Kykladen-Fans wollen wir die griechische Inselwelt erkunden. Vor allem den N-Teil Griechenlands kennen wir noch gar nicht. Dieser steht daher auf dem Plan weit oben. Wer immer uns besuchen will: Wie gehabt, jederzeit gerne ! Als Mitsegler, wie als „Badegast“ seit ihr immer willkommen. Ruft uns einfach unter der bekannten Nummer an, oder sendet uns eine Mail !

Wir wünschen allen Freunden, Mitseglern und Lesern eine wunderschöne besinnliche Weihnacht und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr 2024. Lasst es Euch gut gehen !

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Mittwoch, 06 Dezember 2023 17:09

Winter auf den Kanaren

In den letzten Wochen meldete sich der Winter in Deutschland zurück. Viel Schnee und viel Kälte verdanken die Deutschen der sog. 5b Wetterlage. Diese brachte viel kalte Luft aus dem Norden in den Süden Europas.

Auch wir bemerken deutlich kälteres Wetter als im letzten Jahr. Nachdem wir Mitte Oktober noch über 40°C erleben durften haben wir zwischenzeitlich „nur noch“ 20°C. Nachts teilweise auch darunter. Kanarischer Winter eben. Die letzten Tage dann auch mit viel und heftigem Regen. Doch bevor wir in den „Jingle Bells“ Modus verfallen, konnten wir noch Freunde an Bord empfangen.

Leider nur für 5 Tage. Da schied alles was segeln betrifft aus, da die Abstände in benachbarte Gomera oder nach El Hiero alleine mindestens 2 Segeltage bedeuten würden. Da bleibt dann leider nicht allzu viel Zeit für diese wunderschöne Isla Bonita übrig. Also machen wir uns per Auto auf den Weg die Sehenswürdigkeiten von La Palma zu bestaunen. Einige Bilder seht ihr in unserem Blog und Ende des Monats alle Bilder im „Verklicker des Monats Dezember“.

Aktuell sind wir in Vorbereitung auf Weihnachten in Deutschland. Ab Mitte Dezember bis Anfang Januar werden wir am Bodensee im Kreise der Familie verbringen. Unsere Heimat, die BELUGA, müssen wir zurücklassen. Wir wissen sie aber in besten Händen. Die Marina-Administration ist sehr freundlich und aufmerksam. Sie werden sicher liebenswert und aufmerksam für unsere BELUGA sorgen.

Während sich auf den Kanaren alle Yachties auf eine Atlantiküberquerung vorbereiten, sind wir in Vorbereitungen für unsere Routing von den Kanaren in Richtung Griechenland. Nachdem im Mittelmeer die Marinas ab Anfang Mai nahezu unbezahlbar sind, wollen wir spätestens Mitte nächsten Jahres in Griechenland ankommen. Auf dieser Strecken müssen wir (zumindest bis Gibraltar) sehr genau passende Wettersituationen abpassen. Sind bei uns Mitsegler sehr willkommen und Du drüber nachdenkst mitzusegeln, solltest Du ein großes Maß an Spontanität mitbringen. Warum ? Auf der Strecke zwischen Kanaren und Gibraltar herrscht vorwiegend Wind aus NE. Gerne auch mal mit über 3 Meter Wellenhöhen. Da wir genau in diese Richtung fahren müssen ist NE Wind keine gute Idee. Das wollen wir uns und der BELUGA nicht antun. Wir beobachten das Wetter und können dann mit einem Vorlauf von max. 2-4 Tagen die Abfahrt voraussehen.

Wir wollen, wetterabhängig, entweder über Madeira oder über Lanzarote direkt nach Gibraltar segeln. Egal, welche der beiden Alternativen eintritt, wir haben eine Strecke von ca. 800NM zwischen den Kanaren und zusätzlich eine Zone bissiger Orcas vor Gibraltar vor uns. Von dort wird es dann in größeren Schlägen bis Tropea gehen. Dort warten Freunde von der AZZURO auf uns. Gemeinsam geht’s durch die Straße von Messina und ins Ionische Meer. Wir werden den Peloponnes umrunden, unklar derzeit ob durch den Korinthen-Kanal oder südlich umfahren. In Summe sprechen wir auch bei diesem Routing von knapp 2000NM. Ähnlich weit wie die geplante Querung des Atlantik bis Brasilien.

Soweit zu unserer Planung für 2024. In jedem Fall werden wir im nächsten Jahr wesentlich mehr unterwegs sein, als wir im letzten Jahr unterwegs waren. Das verspricht Euch sehr viele schöne Bilder !

Genug geschrieben, nun müssen Sabine und ich uns aufmachen ein Weihnachtsbier im T-Shirt und kurzen Hosen zu geniessen - solange das noch geht. Geht grad noch so: Es hat aktuell nur 22°C in Santa Cruz de La Palma. Ein Jäckchen ist im Rucksack - für alle Fälle :-)) In Deutschland warten die Daunenjacken auf uns !

Wir wünschen allen Freunden, Mitseglern und Lesern eine wunderschöne besinnliche Weihnacht.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 10 November 2023 16:31

Zeit für Stress und Hektik ?

Aktuell ist die Zeit für diverse Transatlantik Rennen. Unter anderem hatten wir bereits über die Minitransat berichtet, welche im Oktober bei uns in der Marina lag. Die Minitransat besteht aus 6,5mtr langen Segelbooten, mit einer Person besetzt und keine Kommunikation erlaubt. Einzig UKW (Reichweite max 30NM) ist aus Sicherheitsgründen erlaubt. Diese Flotte verliess uns am 28.10.2023 und wird in den nächsten Tagen in Guadalupe ankommen.

In den letzten Tagen fegten diverse Sturmtiefs über den Nordatlantik, was die Veranstalter der Transat Jacques Vabre vernünftigerweise zu eine r Startverzögerung einiger Wertungsklassen zwang. Einzig die Klasse der ULTIMs durften planmässig los. Das sind allerdings „Renngeschoße“ der besonderen Art. Ich verlinke Dir ein Video dieser Rakten. Mit über 40kn konnten diese Geräte dem Sturm noch locker entfliehen. Diese unlimiterten Trimamarane machen ca. 600-800NM pro 24h (die BELUGA ist staolz auf 120-14NM). Allerdings ist bei uns das Bier im Kühlschrank immer mehr und kälter vorhanden :-))

Die CLASS40 und die IMOCAs mussten warten bis das Gröbste vorbei war. Diese Klasse sollte in Le Havre bzw. in Lorient starten. Das bedeutet, dass die erste Etappe durch die Biskaya führt. Diese hatte die letzten Tage Wellenhöhen über 12mtr gemeldet und an Land auch mit über 20mtr dokumentiert. Das war dann doch zuviel … viel zuviel.

Die Class40 ist eine Segelyacht-Konstruktionsklasse und wird vor allem bei Küsten- und Transatlantikrennen und auch bei Weltregatten, eingesetzt. Die Schiffe sind 40 Fuß (enspricht 12 mtr) lang, haben eine Breite von max. 4,5mtr (die BELUGA hat bei knapp 16mtr Länge eine Breite von 4,6mtr) einen Tiefgang von 3mtr und wiegen ca. 4,5to (die BELUGA wiegt 22to). Die Class40 gilt als Einsteigerklasse für angehende Hochsee Rennsegler. Bei den CLASS40 fährt ein deutsches Team mit Lennart Burke und Melwin Fink. Beide bereits einschlägig bekannt in der deutschen Hochsee-Regatta Szene. Die beiden werden u.a. auch von TransOcean gefördert. Ihr Schiff heißt „SIGN FOR COM“ und die aktuelle Platzierung erfahrt ihr hier.

Daneben fährt in der IMOCA Klasse. Die International Monohull Open Class Association (IMOCA) ist eine 1991 gegründete Vereinigung mit Sitz in Paris, die sich an der Organisation von Regatten und Segelweltmeisterschaften wie der Vendée_Globe beteiligt. Die IMOCA stellte die verbindlichen Regeln für die in Hochseerennen verbreitete Bootsklasse der Einrumpfboote von 60 Fuß (ca. 18,29 Meter) Länge auf; diese Boote werden als Open 60 oder auch als „IMOCA 60“ bezeichnet. Hier fährt der derzeit in Deutschland bejubelte Boris Hermann mit. Der Rest des Feldes besteht zum allergrößten Teil aus Franzosen. Diese Bootsklasse ist für Hochsee und Weltumsegelung-Regatten geplant und gezeichnet. Die aktuell Plazierung von Boris Herrmann findest Du hier.

An Bord der BELUGA herrscht aktuell keine Rennstimmung oder Hektik. Bei uns gilt: Stress machen ist verboten ! Allerdings haben wir die 1000 kleinen Aufgaben, welche übers vergangene Jahr so erkannt wurden auf Santa Cruz de La Palma verschoben. Nun sind wir da und arbeiten diese 1000 Dinge ab. Von A, wie Abwasserleitungen reinigen über E, wie Einbruchsschutz bis Z, wie Zusammenpacken der Kleinigkeiten, welche sich ansammelten und viel Platz wegnehmen. Auch kümmern sich einige „Mitarbeiter“ der Marina um unser Unterwasserschiff. Sie halten dieses in gefräßiger Stille sauber, wie ihr den Bildern entnehmen könnt.

Das alles arbeiten wir in der gewohnten „Bordhektik“ ab: Frühstück bis 12:00 dann Arbeiten und ab ca. 16:00 auf nen Kaffee oder ein Bierchen in die Stadt. Eine der wichtigsten Fragen an Bord der BELUGA „Was gibt’s heute Abend zu Essen ?“. Wir nennen dies zwischenzeitlich die „Frage des Tages“. An manchen Tagen stellt sich diese Frage bereits beim Frühstück. Wenn das nicht mal „zermürbender Stress“ ist. So ist das Leben an Bord halt nun mal: Hart und entbehrungsreich !

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 31 Mai 2024 00:00

Verklicker des Monats Mai 2024

Impressionen im Mai 2024

2024-05-19 20.49.40_800_600
2024-05-21 11.34.40_800_1067
2024-05-08 12.14.57_800_600
2024-05-29 13.34.57_800_600
2024-05-23 11.44.04_800_1067
2024-05-19 19.03.51_800_600
2024-05-03 14.54.26_800_600
2024-05-19 19.03.55_800_600
2024-05-07 16.50.41_800_600
2024-05-25 11.19.16_800_600
2024-05-19 15.08.00_800_600
2024-05-15 17.46.36_800_600
2024-05-19 19.03.27_800_600
2024-05-19 12.09.30_800_600
2024-05-14 11.45.42_800_600
2024-05-19 18.57.06_800_600
2024-05-08 12.15.13_800_600
2024-05-04 18.14.39_800_600
2024-05-19 20.49.11_800_600
2024-05-29 13.52.59_800_600
2024-05-22 11.51.55_800_600
2024-05-07 16.50.30_800_600
2024-05-12 14.55.14_800_600
2024-05-29 13.32.13_800_1067
2024-05-10 14.54.19_800_600
2024-05-29 13.50.26_800_800
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Wir möchten Dir mit dem Verklicker des Monats gerne viele unserer Bilder und Endirücke zeigen. Einige dieser Bilder wurden in unserern BLog Beträgen verwendet. Alle zu verwenden ist meist zu viel und ... wegzulassen schien uns zu schade. Schliesslich sind wir Schwaben: Weglassen oder gar löschen geht gar nicht :-)

Dienstag, 30 April 2024 00:00

Verklicker des Monats April 2024

Impressionen im April 2024

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Wir möchten Dir mit dem Verklicker des Monats gerne viele unserer Bilder und Endirücke zeigen. Einige dieser Bilder wurden in unserern BLog Beträgen verwendet. Alle zu verwenden ist meist zu viel und ... wegzulassen schien uns zu schade. Schliesslich sind wir Schwaben: Weglassen oder gar löschen geht gar nicht :-)

Sonntag, 31 März 2024 00:00

Verklicker des Monats März 2024

Impressionen im März 2024

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Donnerstag, 29 Februar 2024 00:00

Verklicker des Monats Februar 2024

Impressionen im Februar 2024

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Samstag, 04 November 2023 08:29

Neues Crewmitglied an Bord

Beim Start unserer Tour haben wir uns ein Iridium-System angeschafft. Eigentlich wollten wir unterwegs „nur“ Wetter abholen. Bei Iridium benötigt man hierfür eine Hardware zum Telefonieren und ein angeschlossenes Modem. Nach Anschaffung und Einrichtung des Iridium Telefons und Modems haben wir uns einen Wetterbericht von der Wetterwelt zusenden lassen. Wir musstem hierfür eine spezielle Iridium-Mailadresse einrichten. Für besseren Empfang installierten wir eine Iridium Antenne auf dem Pilothouse. Die Hardware hatten wir gebraucht erworben und so ca. 1000€ dafür bezahlt. Ein üblicher Preis. Die günstigste Variante war ein Jahresvertrag bei Iridium mit knapp über 700€ mit 600 Freiminuten.

Alles eingebaut und getestet. Der Wetterdownload wurde bei guter Empfangsqualität mit 2400 Bit/s (kein Schreibfehler: Bit/s) ausgeführt und dauerte für das etwas über 300kb großes File dementsprechend mit An- und Abmelden etc circa 5 Minuten. Ähnlich grosse Files dauern bei etwas schlechteren Empfangsbedingungen auch gerne mal 15 Minuten. Ich war beeindruckt .. jede „hauseigene Brieftaube“ schien mir schneller. Ich fühle mich an Zeiten der Akkustik-koppler erinnert. An Dinge wie Whatsapp oder Internet surfen ist hierbei nicht zu denken.

Die ausgereifte Technik der 60er Jahre scheint sich immer noch ausreichend zu verkaufen … und wie das bei Oldtimern üblich ist, auch nicht ganz günstig in Anschaffung und Betrieb. Aber wenns halt nicht anderes gibt ? Dann nimmt man was man kriegen kann.Wir hatten und daher entschlossen die Iridium Installation aktuell erst mal zu belassen und still zu legen. Verursacht dann zumindest keine Kosten.

Wir haben uns als Alternative dann lokale LTE Karten gekauft. Bereits in Vigo haben wir uns bei Vodafone für 20€/Mon 120Gb Volumen eingekauft. Das Ganze prepaid. Kein Vertrag notwendig, somit auch kein Wohnsitz in Spanien und muss monatlich neu bezahlt werden. 120GB für 20€ bleibt für das „führende Land Europas“ selbst beim besten Provider Deutschlands ein Traum ! In Portugal gabs bei NOS für 5€/Mon sogar unbegrenztes Volumen. Allerdings nur jeweils einen Monat und nicht verlängerbar. Also jeden Monat eine NOS Filiale suchen und eine neue Karte kaufen. Fanden wir eher mühsam.

Seit den Kanaren nutzen wir sehr häufig die kostenfreien WiFi Zugänge der Marinas – wenn vorhanden. Teilweise sehr gut und schnell, teils aber auch anders erlebt. Die Marina Santa Cruz de Teneriffe will 5€/Tag, was unser Stegnachbar in Anspruch nahm, um festzustellen, dass er an seinem Liegeplatz keinen ausreichenden Empfang hat. Gerne schauen wir mit unserem PrimeStick auch mal deutsche Nachrichten … speziell die Wetterberichte. Anmerkung: Wie das hämische Grinsen beim Thema Wetter in Ralphs Gesicht kommt, bleibt unerklärlich.

Einmal beim TV eingeschlafen, sind die Gbs über Nacht weg. Sind die 120Gb des Monats aufgebraucht, müssten wir uns eine zusätzliche Karte kaufen oder „Digital Detox“ betreiben. Nach langer Überlegung hat uns die Marina von Santa Cruz das entscheidende Argument geliefert, weshalb auch wir über Alternativen nachgedacht haben: Die „Brieftauben-Geschwindigkeit“ des Marina WiFi ! Auch im Hinblick auf die Planung für 2024. In Griechendland und auf dem Weg dahin sind Marina-Wifis eher nicht vorhanden.

Während der Anwesenheit der Minitransat Flotte war an Internet nicht zu denken. So haben wir uns am 21.10. 2023 im Starlink Portal bei SpaceX eine Antenne bestellt. Einsatzort und Lieferadresse: Marina Santa Cruz de La Palma. Wir waren ausgesprochen geplättet festzustellen, das die Lieferung am Freitag, dem 27.10. bereits beim Hafenmeister im Büro liegt.

Die Inbetriebnahme ist was für Linkshänder oder NixBlickse. Es sind 2 Teile, ein Router und die Antenne. Alles mit unverwechselbaren Steckern. Alles zusammen pinnen, die Antenne mit möglichst freier Sicht zum Himmel aufstellen und Stecker in die Steckdose. Keine 3 Minuten später hatten wir Internetzugang.

Bei unserem Geschwindigkeitstest trauten wir unseren Augen nicht: Von 2,4Mbit/s (Iridium) steigern wir uns auf über 240 Mbit/s, eine Verhundertfachung und mehr ! Das Ganze als Flatrate, d.h, ohne Volumenlimit. Was seit den 60ern wohl alles möglich ist :-) Offensichtlich haben manche Unternehmen den Trend verpennt? Andere eher nicht ! Oder handelt es sich um staatliche Einrichtungen ? ... siehe Faxgerät :-)

Auch mussten wir in den letzten Tagen mit allen Mühen unser neues Crewmitglied namens „Dishy“ fleißig testen. Über 150GB in 7 Tagen! Da muss man sich echt ran halten und kommt keine Minute zur Ruhe :-) Echt hart und entbehrungsreich, unser Leben aus See ! Schluchz, ... aber der allabendliche deutsche Wetterbericht entschädigt für all die "Mühe" !

Derzeit wird Starlink in unser Bordnetz integriert. Wir suchen aktuell noch nach dem besten Installationsort, denn Starlink ist auch auf See nutzbar und bietet so ganz neue Möglichkeiten. Allerdings ist das Volumen auf See dann nicht mehr unbegrenzt. Bei Limitüberschreitung kostet das GB dann über 2€. Da sind wir wieder bei unserem Wetterbericht von Iridium. Der oben erwähnte Download dauerte mit Starlink übrigens keine 2 Sekunden. Daher werden wir auf See nach dem Motto „Reduce to the Maximum“ verfahren. An Land bzw. in oder in der Nähe von Marinas ist dann wieder der „Landtarif“ aktiv und somit ohne Limit. In Summe kostet uns Starlink aktuell knapp 10% mehr als unsere bisherige Lösung. Aufgrund der Internetgeschwindigkeit und des Zugangs können wir unsere Smartphones nun auf Minimum bzw. Prepaid stellen. Danach sind wir günstiger dran als bislang.

Fazit: Wir haben unser „Dishy“ adoptiert. Es ist unser neues Crewmitglied ! Welcome on Board „Dishy“.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph

 



Sonntag, 29 Oktober 2023 18:11

Sturmgebrus und grosse Hektik

Der Herbst scheint Europa fest im Griff zu haben. Ein Sturmtief jagt das nächste. Anscheinend haben die Tiefs sehr viel Spaß (oder warme Luft als Nahrung) dabei. Kaum wirds über der Landmasse ein wenig kühler werden die Tiefs ein wenig inkontinent und können ihr Wasser nicht mehr halten.

Unsere monatelange Begleitung, die VOYAGE liegt derzeit an der portugiesischen Küste und kommt wegen Wellenhöhen von 5mtr und weit mehr nicht weg. Zutreffenderweise liegt die VOYAGE in Nazare, einem Ort, der unter Surfern für seine meterhohen Wellen bekannt ist. Wir hatten im Oktober 2022 hierüber berichtet. Nun geht das Sturmgebrus aber zwischenzeitlich seit ca. 3 Wochen. Ein Auslaufen in Richtung Madeira ist der VOYAGE daher nicht möglich. Skipper Jochem berichtete von Wellenbergen mit über 7mtr vor der Marina. Da möchte man nicht „mitspielen“ …

Eine uns häufig gestellte Frage ist „Wie schlimm sind denn die Stürme bei Euch auf den Kanaren ?“ Wir lassen die Bilder sprechen. Nur soviel: Als die Minitransat am 8ten Oktober hier ankam, musste die zweite Hälfte der Racer bei unter einem Knoten Geschwindigkeit stundenlang vor dem Ziel dümpeln. No Winds !

Bis kurz vor den Kanaren war das Feld noch halbwegs kompakt. Die 6,5mtr langen Racer rechnen mit 10kn Durchschnittsgeschwindigkeit bei normalen Winden. Machen also ca. 240NM pro Tag. Das Feld war bis kurz vor der Ankunft der ersten Boote über max. 70NM gestreckt. Die letzten Boote kamen dennoch erst 2 Tage, statt weniger Stunden später an.

Grandioser Abschluss: Das Ziel sichtbar vor Augen, die Geschwindigkeit lässt Dich aber kaum näher kommen, da alle 6 Stunden (bei ablaufendem Wasser) dein Boot wieder ein wenig im Rückwärtsgang unterwegs ist. Daher gilt den Racern meine volle Hochachtung für diese Nervenleistung. Ich hätte wahrscheinlich ein Paddel raus geholt :-) oder wäre Baden gegangen um mein Boot zu schieben :-))

Heute, am 28.10.2023 - ca. 20 Tage später – ist der Start zur 2ten Etappe. Ihr könnt die Mädels und Jungs auf dem folgenden Link verfolgen. Es herrscht die letzten Tage grosse Hektik im Hafen. Letzte Checks, die Officals prüfen die Ausrüstung, der Zoll klariert die Matadoren aus und zu guter Letzt schleppen einige noch Trinkwasser an Bord.

Die 2te und letzte Etappe bedeutet ca. 2500NM mit einer 6,5mtr langen „High Performance Renn-Semmel“ von La Palma nach Guadeloupe in der Karibik zu segeln. In einigen Gesprächen mit den Mädels und Jungs erfuhr ich, dass hierfür etwas mehr als 20 Tage geplant sind. Dafür bunkern die Herrschaften 40-60ltr Trinkwasser und ein wenig "leichte" Nahrung. Wobei „leicht“ nicht im ernährungstechnischen Sinn verstanden wird, sondern in Gewicht gemessen wird. Die Boote wiegen zwischen 700-900kg und werden Einhand (1 Person) gesegelt. Die Skipper müssen mindesten 90kg und max. 250kg mitnehmen. Und das incl. Wasser, Kleidung, Essen, Segel, und Ausrüstung. Da gewinnt „leichte“ Nahrung eine etwas andere Bedeutung.

Wie eben erwähnt ist seit Tagen geschäftige Hektik. Die Skipper trainieren ihren Schlafrythmus (max. 30 Minuten am Stück). Daher herrscht die gesamte Nacht Leben auf dem Steg.

Wir trinken ein oder zwei Viertel Wein mehr, dann klappt das auch mit unserem Schlaf. Bei uns bedeutet das max. 10 Stunden am Stück :-)) und wenns mal mehr wird, ist's auch nicht schlimm.

Heute morgen gegen 10:00 werden die Boote aus dem Hafen geschleppt (sie haben keinen Motor) damit sie sich ab der Hafeneinfahrt mit Segeln zum Start bewegen können. Dieser ist um 14:00. Leider sehr weit draußen vor Santa Cruz. So sind die Bilder eher mit kleinen Seglern zu sehen, den Teide von Teneriffa im Hintergrund. Wind ? Fehlanzeige ! Die insgesamt 90 Boote bewegen sich mit knapp über einem Knoten Geschwindigkeit in Richtung Süden.

Wir wünschen den Mädels und Jungs auf jeden Fall eine gute Überfahrt und „Fair Winds“. Bei diesen Verhältnissen zeigt sich, wer Wetterkenntnisse mit seglerischen Fähigkeiten und guter Taktik kombinieren kann. Jede Art der Kommunikation mit der Außenwelt, z.B. Wetterberatung, ist bei der Minitransat verboten.

Ich hoffe ihr könnt die Bilder geniessen und bekommt in Eurem stürmisch-kalten Deutschland ein wenig Fernweh.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 20 Oktober 2023 14:22

Heute geht’s wohl rund …

Calm Sea never made experienced sailors“ so zumindest lautet ein geflügeltes Wort. Andererseits sagt man auch „Geduldiger Skipper hat immer guten Wind“ und guter Wind ist nicht immer gleichbedeutend mit viel Wind. Zuviel ist eben auch für Segler schnell zu viel.

Sicherlich hat auch der letzte Deutsche mitbekommen, dass das wunderschöne Oktoberwetter umgeschlagen hat. Die Ostsee meldet „Jahrhundert-Sturmflut“. Der Grund für diesen Wetterwandel in Deutschland reicht jedoch von Island bis zu den Kanaren. Es handelt sich um 3 aufeinander-folgende Tiefdruckgebiete. Einige davon hatten „Hurrikan-Potential“ und treffen nun abgeschwächt auf Europa. Abgeschwächt ???

JA, abgeschwächt. Deren Auswirkung auf See könnt ihr den Wetterkarten (http://windy.com) links und rechts entnehmen. Die eine Karte sagt 8mtr Welle, die andere knapp 40kn Wind. In Böen sogar über Orkanstärke.

Deutlich abgeschwächter kommt das Ganze hier auf La Palma an. Wir haben Windböen von 15-20kn, was noch gut segelbar wäre. Jedoch werden die Wellenhöhen auf den Kanaren teilweise mit über 4mtr angegeben. In der Beschleunigungszone zwischen Teneriffa und Gomera, sowie zwischen Teneriffa und Gran Canaria werden deutlich höhere Wind- und Wellenangaben gemacht.

Fazit: Deutschland, ihr seit nicht alleine betroffen ! Dieses Wetterphänomen trifft alle Menschen von Island bis zu den Kanaren ! Auch hier auf La Palma ist eine deutliche Abkühlung zu spüren. Endlich ! Wir hatten bis vor wenigen Tagen um die 40°C Lufttemperatur und nahezu keinen Wind. Das macht den Tagesablauf ein wenig mühsam. Nach der Dusche bist du innerhalb weniger Minuten erneut nassgeschwitzt. Nach der aktuellen „Abkühlung“ reden wir von ca. 30°C und leicht darunter. Nicht mehr so unerträglich ! Daher das ENDLICH !

In einer Woche starten die Minitransats zu ihrer zweiten Etappe. Von Santa Cruz de la Palma in die Karibik. 2500NM ohne Kommunikation mit der Außenwelt (ist nicht erlaubt) auf sich gestellt. Wir haben uns mit einigen der Skipper unterhalten. Die freuen sich alle schon sehr drauf. Viele sehen ihre Teilnahme als Empfehlung für die Vendee Globe – ja nach Ergebnis in der Abschlusswertung. Die Skipper rechnen mit 10-15 Tagen für diese Strecke und nehmen daher nicht mehr als 60ltr Trinkwasser mit. Gewicht sparen ! Auch so kann man segeln … muss es aber nicht. Wir haben uns die 6,5mtr langen Renn-Semmeln angeschaut und sind froh unser segelndes Wohnmobil namens BELUGA zu haben. Geht doch nichts über ein kaltes Bier und lecker Essen.

Wir haben unsere BELUGA auf jeden Fall von Anfang an gut vertäut und können das Treiben im Hafen geniessen. Dank unserer Ruckdämpfer sind die Schiffsbewegungen der BELUGA auch sehr moderat. Ein segelndes Wohnmobil eben, kein Rennpferd. Einige Eindrücke aus unserer Marina lege ich Euch diesem Blog bei, den Rest der Bilder findet ihr im Oktober-Verklicker ab 1ten November.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Sonntag, 15 Oktober 2023 07:22

Falschparker oder Wohraumverdichtung ?

Liegeplatz Verdichtung …

In unserer Marina ist bekanntermaßen die Minitransat zu Gast. Das sind insgesamt 90 Teilnehmer- und ca. 20 Begleitboote. Wegen Platzmangel in der Marina müssen die Minitransat Schiffe nun hochkant liegen. Hier seht ihr auf den Foto den ersten, welcher seine Position einnimmt.




Spaß beiseite ! Das beiliegende Foto zeigt weder ein Schiff welches hochkant parkt, auch will der Skipper nicht zwischen der BELUGA und unseren dänischen Nachbarn einparken … er muss Reparaturen am oberen Ende des Masts (Masttop) durchführen. Um besser an das obere Ende des Mastes zu kommen, hat er seinen Mini einfach gekippt, statt hochzuklettern. Die Reparaturen kann er so von der Pier aus durchführen, statt stundenlang im Bootsmannstuhl am Mast zu hängen. Für solche Bedingungen sind diese Minis gebaut. Da es sich hierbei um einen Proto handelt, hat er im Vergleich zur Serie ein paar Extras. Zum Beispiel einen Schwenkkiel, den er soweit zur Seite schwenken kann, dass sein Mini erhebliche Schlagseite zu haben scheint. Danach mittels Leine eine Verbindung zwischen dem Masttop und der Pier herstellen und viel Kraft aufwenden um den Mini zu kippen und in Position zu bringen.

Wir sind ihm einige wenige Male zu Hand gegangen und konnten ihm helfen. Bei dieser Gelegenheit stellt sich heraus, dass der Skipper nicht nur fließend Englisch und Französisch spricht, sondern auch Deutsch. Seine Oma kam wohl Anfang der 20ten Jahrhundert aus Lindau am Bodensee, so erzählt er uns. Nachdem wir uns als Bodensee-Schwaben outen, war der Bann gebrochen. Seine Reparatur dauerte bis zum späten Abend. Dann hörten wir einen lauten Knall und der Mini stand wieder aufrecht.

Das die Aktion sehr einfach aussah beschliessen wir, das auf die gleiche Art und Weise bei der BELUGA zu versuchen :-)) Unser schottischer Skipper beglückwünscht uns zu dieser Idee und meinte schmunzelnd "Good Luck". Warum wohl schmunzelnd ???

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Mittwoch, 11 Oktober 2023 15:28

Wasser von oben …

Derzeit schwitzen wir ordentlich. Bei weit über 30°C ohne Luftbewegung. Da hilft nur von Schatten zu Schatten zu huschen. So beschliessen wir, am letzten Tag mit Mietwagen, zu einem Wasserfall im Wald zu fahren. Gute Entscheidung.

Es erwartet uns eine steile Zufahrt auf sehr schmalen Sträßchen Solche Straßen – oder sollte man besser von Wegen reden ? - sind sehr häufig auf La Palma. Aber entlang an schattigen Felsen und danach im Wald unter Bäumen ist das sehr erträglich. Angekommen in einem Märchenwald machen wir den kleinen Spaziergang zum Wasserfall. Traumhafte Kulisse ! War echt eine gute Idee. Ist nicht nur sehr schön sondern auch ein wenig kühler. Es scheint ein früherer Flusslauf gewesen zu sein. Zwischenzeitlich ist das wenige Wasser in Kanälen zu fließen Vermutlich für die Bewässerung der sehr zahlreichen Bananenplantagen.

Der Wasserfall ist recht verdeckt und versteckt, aber imposant ! Man hört ihn kurz nach dem Verlassen des Parkplatzes und erblickt ihn nach einem Fußmarsch von etwa zehn Minuten entlang einer Steilwand und ein paar kurzen Tunnels. Der gesamte Weg führt entlang in einer kühlenden und bewachsenen Schlucht. Für Abgehärtete ist ein Bad empfehlenswert. Wir sind nicht abgehärtet und zusätzlich Wasserscheu ... sonst wären wir ja Taucher statt Segler geworden :-)

Nach Ankunft am Auto bekommen wir eine „Kanarienvogel Show mit Rabe“. Die Vögel scheinen an Menschen gewohnt und fressen unsere harten Kekse aus der Hand.

Sabine wird schließlich vom Raben beim Einsteigen ins Auto gehindert. Der Rabe sitzt auf dem Autodach und „droht“ Sabine, das er lieber die Fenstergummis anknabbert. Einige Eindrücke packe ich diesem Blog bei, der Rest kommt dann im Oktober Verklicker.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Montag, 09 Oktober 2023 15:42

Das Salz in der Suppe

Unter Salzgewinnung versteht man die Entnahme bestimmter leicht löslicher Salze aus dem Vorkommen und deren Verfügbarmachung für die anschließende Aufbereitung. Überwiegend betrifft dies die Gewinnung eines nahezu ausschließlich aus Kochsalz (Natriumchlorid, NaCl) bestehenden Salzgemisches und dessen Aufbereitung zu Speisesalz.

Weltweit werden folgende drei Methoden für die Salzgewinnung genutzt: bergmännischer Abbau, Bohrlochsolung und Abscheidung aus salzhaltigen Oberflächengewässern.

Meersalz ist aus Salzwasser in Salzgärten oder durch andere Verfahren gewonnenes Salz. Entgegen seinem Namen wird Meersalz nicht immer aus Meerwasser abgeschieden, sondern kann auch dem Wasser von Salzseen, d. h. natürlich salzigen Binnengewässern, entstammen. Auf La Palma steht Meerwasser in üppiger Menge (der gesamte Atlantik) zur Verfügung. Im Süden der Insel La Palma befindet sich eine solche Saline. Sie produziert von April bis Oktober Salz aus dem Meer. Hier wird auch Fleur de Sel hergestellt. Fleur de Sel gehört zu den kostbarsten Salzen und wird von Gourmets weltweit zum Würzen von herzhaften sowie süßen Speisen verwendet. Es entsteht in aufwendiger Handarbeit und ist wegen seines feinen Geschmacks und dem unverwechselbaren Crunch sehr beliebt. Die Fleur de Sel Herkunft ist die Küste Südfrankreichs. Die Region Camargue gilt als Ursprung der exklusiven Salzblumen. Von hier stammt auch das berühmte Fleur de Sel Camargue. Heute gibt es weltweit einige dieser sogenannten Meerwassergärten, in denen die wertvollen Salzkristalle in bester Qualität gewonnen werden.

Die Salinen von Fuencaliente befinden sich auf der Südspitze der Insel La Palma und sind Becken zur Salzgewinnung. Sie liegen in der Gemeinde Fuencaliente de La Palma, direkt neben dem Leuchtturm Faro de Fuencaliente, an einem Ort, an dem alle für die Salzproduktion notwendigen Elemente zusammentreffen: mäßige Winde, geringe Niederschläge und eine hohe Zahl von Sonnenstunden pro Tag.

Sie umfassen eine Fläche von ca. 35.000 m² und gehören zum Naturdenkmal Los Volcanes de Teneguía. 1994 wurden sie zu einem Gebiet von wissenschaftlichem Interesse erklärt, weil sie ein Rastplatz für viele Zugvögel sind.

Fleur de Sel bezeichnet die Salzblumen am Rande der Becken. Ausschliesslich dort entstehen diese Salzblumen, welche mit grosser Sorgfalt angebaut und geerntet werden.

Das kan man sich auf FUENCLIENTE sehr plastisch anschauen. Begleitet von vielen netten Tierchen ist ein Spaziergang durch die Salzgärten sehr anschaulich aber auch anstrengend. Daher mussten wir uns natürlich ein kühles Bierchen zur Abkühlung gönnen. Begleitet von vielen, teils bunten Salamandern, wie ihr auf den Bildern sehen könnt.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph
mit Ruud von der PAULA



Montag, 09 Oktober 2023 14:10

Turm der Jünglinge

Roque de los Muchachos

Der Roque de los Muchachos (deutsch etwa Turm der Jünglinge) ist mit einer Höhe von 2.426 Metern die höchste Erhebung der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma.

Den höchsten Punkt bilden alte Vulkanschlote, die der Erosion von Wind und Wasser standgehalten haben. Zwischen 2.350 und 2.400 Metern Höhe befindet sich das Institutsgelände des Roque-de-los-Muchachos-Observatoriums. In der Nähe des Observatoriums verläuft eine Straße, die die West- und die Ostseite der Insel verbindet. Durch das Hochgebirgsklima ist diese Strecke stark durch Steinschlag gefährdet, der hauptsächlich durch schmelzendes Eis im Frühjahr entsteht.

Der Berg gehört zum Parque Nacional de la Caldera de Taburiente und bildet den nordwestlichen Rand der Caldera. Vom Roque de los Muchachos kann man die Nachbarinseln Teneriffa, El Hierro und La Gomera sehen.

Das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium ist zwischen 2350 und 2400 Metern Höhe eine Ansiedlung von Sternwarten am Hang des Roque de los Muchachos. Zusammen mit dem Teide-Observatorium auf Teneriffa bildet das ORM das European Northern Observatory.

Die astrophysikalischen Observatorien wurden 1985 eröffnet. Mehrere europäische Länder sind an der Anlage beteiligt, die eine der wichtigsten dieser Art weltweit ist. Ausschlaggebend für den Standort des Projektes waren die klimatischen Bedingungen auf der höchsten Erhebung von La Palma.

Das ORM beherbergt sowohl Nacht- als auch Sonnenteleskope und gilt als eines der größten Observatorien weltweit. Zurzeit sind etwa 170 Forschungsinstitute und 31 Staaten an den Instrumenten der ENO beteiligt.

Die internationale Beteiligung stieg seit 2012 stark an, nachdem die Regierung der Kanaren ein Glasfasernetz bereitstellte, das es erlaubt, die generierten Daten der Forschungsinstrumente schnell in alle beteiligten Länder zu übertragen.

Das ORM ist dabei neben dem Paranal-Observatorium in Chile Teil der Cherenkov Telescope Array (CTA), welches das weltweit größte Projekt zur Forschung an der Gammastrahlen-Astronomie ist. Vor allem die large-size Teleskope auf La Palma machen dieses Observatorium so besonders, denn diese sind auf Gammastrahlen im niedrigsten Energiebereich spezialisiert und schnell beweglich, was sie zu einem idealen Werkzeug zur Beobachtung vorübergehender Ereignisse im Universum machen. Die riesigen Teleskope ermöglichen es nicht nur, diese verschiedenen Quellen der Gammastrahlung zu untersuchen, sondern auch auf dem Kopf stehend im Spiegel zu erscheinen. Siehe Foto rechts !

Eine Szenerie auf dem Roque, welche an Star-Wars erinnert. Wir waren auf dem Roque zwischenzeitlich mehrfach. Ein jeder der Besuche war anders und zahlte sich aus. Am 8.10 waren wir erstmals Abends - gegen 20:00 - auf dem Roque. Im Tal erlebten wir knapp 40°C, beim Vulkan, kurz zuvor, auch einige Grade mehr. Hier erleben wir auf knapp 2500m Höhe nun 16°C und empfinden das als „saukalt“. Schnell Fotos machen und ab ins Auto um diesen kalten Ort zu verlassen.

Wir waren gegen 22:00 auf der BELUGA zurück. Autotüre auf „Ufff“ circa 38°C und gefühlte 120% Luftfeuchte. Drückende Luft. Nach einem typisch kanarischen RonMiel und einem Achtel Weißen war uns jedoch eher nach Bett als nach Roque ...

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph

Montag, 09 Oktober 2023 14:07

Quelle der Hitze ...

… zumindest würden wir FUENCALIENTE auf diese Art übersetzen. Vulkane stehen auf La Palma – oder wie sie auch genannt wird: Isla bonita – ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten. Museen und oder Ausstellungen mit mehr oder weniger Informationsgehalt sind auf der Insel zu finden.

Wir besuchen das Museum des Vulkans San Antonio. Auf den ausgewiesenen Wegen kann man dann zur Caldera (Krater) des Vulkans wandern

Was uns allerdings mehr beeindruckt hat, war der Besuch auf dem Vulkan Tajogaite, welcher 2021 ausgebrochen war und in 2021 die Weltpresse beschäftigte. Mehr hierzu aber in einem eigenen BLogbeitrag.

Das Museum ist eine kurze Einführung, um Vulkanismus auf den Kanaren in Grundlagen zu verstehen. Die anschliessende Wanderung mit Erdbeben-Simulator ist eine lehrrreicher ca. 1h Spaziergang an welchem wir Euch auf diesem Wege teilhaben lassen

 

 

 

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 06 Oktober 2023 10:54

Es geht wohl auch schneller ...

… als mit der BELUGA :-))

Seit dem 3.10. 2023 trudeln hier die Teilnehmer der Minitransat über einen Zeitraum von ca. einer Woche Tag und Nacht ein. Jeder der hier ankommt wird von einer frenetischen Gruppe mit maximalem Getöse und Beifall begrüßt. Da diese Begrüßung auch gerne mal morgens um 04:00 stattfindet sind wir ganz glücklich, dass es sich nur um eine eher kleine Gruppe handelt :-) Diese Gruppe wird jedoch immer größer, da jeder Skipper welcher bereits im Hafen liegt, seine neu ankommenden Kollegen begrüßt. Da die Skipper für die Minitransat ohnehin gelernt haben in 20 Minuten Etappen zu schlafen sind immer alle da. Ein toller Zusammenhalt unter den Skippern ! Alle schlafen mit UKW Funkgerät. Wird der Zieldurchgang eines Minis verkündet sind alle da. Jubelnd und helfen wo immer sie können. Da scheint es keine Grenzen – weder über Nationen noch andere zu geben. Im Rennen harter aber fairer Gegner, im Hafen Buddy und Freund. Soll sollte das auch bei anderen sein !

Was ist nun die Minitransat ?

Die Minitransat ist ein Segelrennen, welches von Sables d'Olonne in der französischen Biskaya beginnend im ersten Etappe nach Santa Cruz de La Palma führt. Die Schiffe mit dem Namen "Mini 6.5" sind 6,5mtr lang und 3mtr breit. Es wird Einhand geseglt, das bedeutet: nur eine Person an Bord erlaubt. Auch ist eine Kommunikation mit der Aussenwelt nicht erlaubt. Das bedeutet keine Wetterberatung durch Meteorologen, was bei solchen Rennen gerne in Anspruch genommen wird. Hier eben nicht erlaubt ... alles muss man selber machen :-)) Der Erste der Ankömmlinge hatte 9 Tage und knapp 20 Stunden für diese Strecke benötigt und ist nun unser Nebenlieger. Ende des Monats starten die Minitransats dann zur zweiten und letzten Etappe nach Guadeloupe in die Karibik.

Die Gruppe startet in 2 Klassen: Den Protos und den Serie. Man sollte sich unter Proto nicht unbedingt ein Schiff vorstellen, was bis zur letzten technischen Möglichkeit ausgereizt ist. Einige der Schiffe werden als Proto gewertet, weil die Werften noch nicht das geforderte Minimum an Schiffen verkaufen konnten.

Selbst 2 der Minis längs aneinanderliegend sind kürzer als die BELUGA. Auch haben wir festgestellt, dass nicht nur unsere Pantry (Küche) größer ist :-)) sie ist auch ein wenig besser befüllt. Allerdings wäre die BELUGA selbst mit aller Hilfe durch Technik nicht in der Lage die 20+kn Geschwindigkeit der Minis zu erreichen.

Dieser nicht ganz ernst gemeinte Vergleich soll Dir zeigen welchen rudimentären Bedingungen diese Skipper über Wochen ausgesetzt sind. Allerdings machen alle das Ganze freiwillig und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich auch nur einer der Skipper Gedanken über diese Umstände macht.

Andererseits sagt der Bordcomputer der BELUGA, dass die Höchstgeschwindigkeit der BELUGA bis bei 23.5kn über Grund lag. Wasserski raus !
Diese Geschwindgkeit hatten wir im sog. "Alderney Race" auf dem Weg von Cherbourg nach Roscof erreicht. Allerdings herrscht dort bekanntermassen sehr viel Strömung. Unser Verdienst und der Verdienst der BELUGA war lediglich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Das scheint wohl geklappt zu haben sagt unser Bordcomputer.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 06 Oktober 2023 10:04

Willkommen auf La Palma

Nachdem wir nun viele Wochen vor Anker lagen, segeln wir nach La Palma. Start von Valle Gran Rey. Die Strecke von 40NM führt uns am 29.9.2023 über ca. 6 Stunden vorbei an der SW-Küste Gomeras zur SE-Küste La Palmas. Wir waren ja bereits in Juli hier und daher glauben wir zu wissen, was uns erwartet.

Mit der „Willkommensparty“ für uns haben wir allerdings nicht gerechnet. An unserem ersten Wochenende findet ein Motorsport Event direkt vor dem Hafen statt. Zunächst dachten wir, dass hier ein Rennen stattfindet. Da einige Fahrzeuge schon mal in Gegenrichtung der anderen unterwegs waren, gehen wir davon aus, dass dies wohl kein Rennen sein kann. Auf dem ansonsten als Parkplatz benutzten Gelände findet eine organisierte „Spritverbrennung“ statt. Viel Lärm der Motoren und Gestank nach verbranntem Gummi der Reifen. Die Fahrer der Fahrzeuge scheinen sehr viel Spaß zu haben, mit hohen Drehzahlen und ihren Reifen die Parkfläche zu tätowieren.

In Santa Cruz ist die Hauptstraße gesperrt. Dort stellen viele Autofreaks und -tuner ihre Fahrzeuge aus. Teilweise echte Kostbarkeiten ! Mit viel Liebe zum Detail werden scheinen die Fahrzeuge Innen und Außen getunt zu sein. Mal mit riesiger Soundanlage, teilweise mit poliertem Motorraum, mit Spaltleder bezogene Inneneinrichtung etc, etc. Alle Arten von Mobilität sind hier vertreten. Von getunten Autos über Motorräder für Groß und Klein, RC-Fahrzeuge, bis hin zu Gelände- und Sanitärfahrzeugen war alles zu finden.

Nicht zu vergessen bei unserer Aufzählung: Die Soundwettbewerbe ! Nacheinander waren die diversen Auspuffsounds der Autos und Motorräder zu hören. Die Aussteller jagten mit ihren abgestimmten Soundeinlagen die Einwohner von Santa Cruz regelrecht über den Platz. Mal röhrt ein Mustang aus voller Brust im Süden, dann ein Motorrad im Norden, gefolgt von einem soundgetunten Renault im Osten usw. usw.

Die grosse Aufgabe für uns: Dem Strom von Menschen rechtzeitig aus den Weg zu gehen !

Ihr solltet unseren Oktober Verklicker nicht verpassen. Dieser erscheint Ende Oktober. Sensationalle Bilder !

Doch das mit den Autos sollte nicht alles gewesen sind … mehr hierzu im nächsten Blog !

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Donnerstag, 05 Oktober 2023 14:13

4 Wochen Gomera

August/September waren wir über 4 Wochen auf Gomera, unserer Lieblingsinsel ! Zuerst 10 Tage in der Marina San Sebastian, danach buchteln. Vor Anker in Playa Santiago. Sabine bezeichnet die Bucht von Playa Santiago nicht zu unrecht als die „Waschmaschine Gomeras“. Bei der Ankunft und Abfahrt der Fred. Olsen Fähren durften wir sogar den Schleudergang geniessen. Der Ort war sehr schön, der Ankerplatz recht unruhig. Daher beschlossen wir nach 3 Tagen bis Valle Gran Rey im SW Gomeras weiterzusegeln. Dort legten wir uns ebenfalls vor Anker. Seeeehr viel ruhigeres liegen, obwohl in den ersten Tagen bis zu 15kn sehr böiger Wind wehte. Ankerballett war angesagt!

Plötzlich nehme ich Hektik an Bord wahr. Ruud – unser Begleiter von der PAULA - und Sabine rannten aufgeregt an Deck auf und ab. Sabine ruft aufgeregt ! „Ralph komm schnell, sehr schnell !“ Was war passiert ?

Unser Takacat-Dinghy mit Ruuds Außenborder hat sich in einer Welle mit Aufwind versorgt um anschließend kopfüber im Wasser zu landen. Das Dinghy war hierbei nicht das Problem, sondern eher der Außenborder, welcher nun mit dem Motor im Wasser lag. Ruud und Ralph starten eine Rettungsaktion. Ergebnis: Beide landen im Wasser ! Laut lachend und schwimmend haben wir danach zuerst Ruuds Außenborder gerettet und danach das Dinghy wieder in Position gebracht.

Zwischenzeitlich entwickeln wir uns nicht nur zum Arzt, Elektriker, Koch, Schreiner und Kunstoffbearbeiter, sondern auch zum Außenbord-Mechaniker. Unser 5PS Mercury wollte nicht anspringen. Mit Starthilfespray läuft er, sobald das Sprühen endet, beendet er auch seinen Dienst. Diese Reparatur war noch in vollem Gange, als der Dinghy Überschlag passierte. Daher auch Ruuds Außenborder an unserem (etwas größeren) Dinghy. Nun hatten wir 2 „Pflegefälle“ an Bord. Bevor nicht mindestens einer der beiden Außenborder repariert war, konnten wir nicht an Land. Rudern war keine Option :-))

Also Ruuds Außenborder ebenfalls zerlegen und reinigen. Danach über Nacht trocknen lassen, schließlich ist Stress an Bord verboten. Bei unserem Außenborder war das ein klarer Fall: Die Leerlaufdüse. Also Vergaser demontieren und säubern. Danach lief er wieder wie bisher ! Gott sei Dank, wenigstens wieder einen Außenborder mit Funktion. Das mussten wir sofort testen und motorten in den Ort auf ein Bierchen. Alles wieder paletti !

Am nächsten Morgen – nach dem gemeinsamen Frühstück – montierten wir Ruuds Außenborder und siehe da: Auch dieser geht jetzt !

2 Tage später will Ralph den YANMAR starten, leider ohne Erfolg. Wir versuchen telefonisch mit YANMAR in Kontakt zu treten. YANMAR sitzt in Santa Cruz de Teneriffe, ca. 80NM weg von uns. YANMAR teilt uns mit, dass auf Gomera kein Support möglich wäre, wir sollen „einfach“ nach Santa Cruz kommen, dann kümmern sie sich drum. Sie können dann mit dem Diagnosegerät den Fehler auslesen. Bei aktueller Flaute könnte das ein gefährliche Aktion von Wochen werden: Völliger Unsinn.

Mit Unterstützung des örtlichen Motorenschraubers „Pipo“ konnten wir die YANMAR Maschine wieder hören. Grund: Bei den neuen YANMAR scheint die Technik derart „auf Kante genäht“ zu sein, dass beim leisesten Hauch von Änderung mindestens ein Sensor den Start wortlos verhindert. Einerseits sehr positiv, da so kein Maschinenschaden droht. Andererseits wäre es sehr nett von YANMAR gewesen, wenn der Bordcomputer wenigstens mitteilen würde, welcher Sensor derzeit Probleme hat. In unserem Fall haben wir auf Verdacht die Saugleitung der Kraftstoff-Versorgung in Gegenrichtung – also zum Tank – durchgeblasen. Alles wieder montiert und der YANMAR brummt wieder. Die YANMAR Technik – so gut die sein mag – scheint von Ingenieuren und Theoretikern aber nicht von Seglern entwickelt worden zu sein. Diese YANMAR Reparatur hat uns 4 Tage an die Spundwand gefesselt, was ein eher unhübsches Liegen war. Naja, das Thema YANMAR hatten wir ja schon. Gute Technik kann ja sein - unsere Maschine hat uns noch nie verlassen. Aber Getriebe die für die Motorleistung unpassend sind, Arroganz bis Ignoranz des Services, bis hin zu solch unverantwortlichen Aussagen wie oben zitiert scheint sich durch die gesamte YANMAR Organisation durchzuziehen. Keine Unterstützung der YANMAR Händler in Deutschland durch die YANMAR Organisation hatten wir in Glückstadt bereits erlebt. Pipo hatte einen heißen Draht zu YANMAR in Barcelona, da er auf den Kanaren keine Hilfe erhält. Gut vernetzt zu sein scheint eher eine Stärke der Praktiker zu sein – eine Stärke von YANMAR ist das sicher nicht.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Montag, 04 September 2023 09:24

Hausmeister Krause in Action

Wer kennt ihn nicht ! Tom Gerhardt als Hausmeister Krause. Ein echtes Highlight deutscher Filmgeschichte !

Alles für den Dackel, alles für den Klub !

Wie Hausmeister Krause fühlen wir uns so manches mal auf der BELUGA. Andauernd gibts irgendwas zu tun ... und wenn mal nicht ? Dann finden wir was Neues. Etwas, das wir schon immer mal machen wollten ! Die Arbeit geht auf einem Schiff offenbar nie aus ... das ist voll normaaal, wie Hausmeister Krause zu sagen pflegt.

Power working

Nach fast 3 Wochen Santa Cruz sind die Vorräte aufgefüllt. Auch Technik konnten wir beschaffen: Unsere bordeigene Waschmaschine hatte einen Riss in der Türdichtung. Einen AEG Händler auf eine der Kanareninseln zu finden, war uns leider nicht möglich. Alle Hausgeräte Handlungen verkaufen Waschmaschinen, aber Ersatzteile gibt’s keine. Auf die Frage „Wer so was haben könnte ?“ ernten wir Achselzucken. Selbst Mediamarkt in Santa Cruz konnte uns hierbei nicht helfen. Bei unserer Internetsuche fanden wir dann einige Händler welche so was haben sollten, manche waren gar nicht mehr am Markt, andere schüttelten mit dem Kopf und weitere wollten es besorgen, benötigen aber ca. 6-8 „spanische“ Wochen. Was gerne mal zu Monaten werden kann. Endlich konnten wir in Santa Cruz dann doch einen Händler finden, der sich das Teil für den nächsten Tag aus der Zentrale abrufen konnte. So haben wir aktuell wieder eine gut funktionierende Waschmaschine an Bord.

Sabine will schon seit geraumer Zeit eine „Einbruchsicherung“ für unsere Luken. Warum ? Gehen wir von Bord, müssen wir alle Luken schließen und verriegeln. Geht gut, aber bei der Rückkehr nimmt dir die Luft an Bord den Atem. Über 40°C Lufttemperatur und wenig Luftbewegung heizen die BELUGA derart auf, dass möglicherweise der Weihnachtsbraten auch offen liegend bereits gegart sein könnte :-)

Wir besorgen - bei unserem INOX Händler „Bonet“ in Santa Cruz - 8mm INOX Stangen und lassen diese in unseren Luken ein. Dabei integrieren wir auch die Insektenabwehr-Netze in Form eines klappbaren Rahmens. Einbruch ab sofort nur noch mit viel Gewalt, Hebel oder Bolzenschneider möglich. Da wäre das Einschlagen einer Scheibe wahrscheinlich die einfachere Variante.

Ralph bezeichnet die neue Luken-Optik nun als „Knast-Look“. Es macht jedoch sehr viel Freude, wenn man zurück auf eine etwas kühlere BELUGA kommt. Zusätzlich haben wir eine textile Lukenlüftung konstruiert. Mit einem metallenen Bastelreif und etwas Stoff näht Sabine eine Art Windsack, der nach unten wirkt und den Wind in die Luken leitet. Bilder hierzu gibts später, wenn die "Konstruktion" ausgetüftelt ist !


Power burning

Mit all den Arbeiten vergingen die knapp 3 Wochen Santa Cruz wie im Flug. Der grösste Teil unseres Aufenthaltes in Santa Cruz wurde von den Bränden rund um den Teide auf Teneriffa bestimmt. Es sei wohl der schlimmste Brand seit über 50 Jahren. Auch wenn kanarische Kiefern angeblich mit Bränden umgehen können. Wiki-Zitat hieraus sagt:

Die Kanarische Kiefer unterlag seit ihrer Existenz auf den Kanarischen Inseln einem hohen Evolutionsdruck infolge der wiederkehrenden Vulkanausbrüche und den damit verbunden verheerenden Feuern. Die Kanarische Kiefer widersteht den Feuern, indem sie ihre Stammesknospen unter ihrer sehr dicken Borke gegen die Flammen schützt. Kurze Zeit nach Beendigung des Brandes treiben die Knospen wieder aus dem schwarz verkohlten Stamm heraus.

In den Nachrichten lesen wir, dass nur die Vernichtungen in der Landschaft bereits über 150 Mio € Wert seien. Es wird derzeit auch als sicher beschreiben, dass es sich um Brandstiftung handelt. Wir hoffen, dass dieser Täter gefunden wird. Überschlägig hochgerechnet veranschlagen wir das Feuer mit mindestens 400 Mio €. Die Menschen hier sehen die ganze Sache mit betroffener Lässigkeit. Also beschliessen wir, dies auch nicht allzu eng zu traurig zu sehen.

Nicht zu halten ist mein Lästermaul ...

... auf der Suche nach dem Täter werden auf den gesamten Kanaren Belastungszeugen gesucht. Das könnte jemand sein, der dabei anwesend ist, wenn ein Verbrechen oder ein Unfall, geschieht. Ein zuverlässiger, glaubwürdiger Zeuge. Also jemand, der dabei war und dies durch seine Unterschrift bestätigt. Eine möglicher Belastungszeuge wird auf dem nebenstehenden Bild beispielhaft abgebildet.

... ein Schaden von mindestens 400 Mio € erscheint Sabine und mir – trotz unserer „El Gordo“ Lose - als sehr hoch. Andreas Scheuer mag diesen Betrag anders relativieren. Für ihn wars ja nur ne Unterschrift. Aber auch bei ihm gilt: Löschen müssen andere ! Wir plädieren daher gleichermaßen für langfristien Brand- wie auch für Scheuerschutz !

 


Power sailing

Am Mittwoch, den 30. August verlassen wir gegen 10:00 die Marina in Richtung Süden. Der Wetterbericht sagt uns ordentlich Düse zwischen Gran Canaria und Teneriffa an. Im Süden zunehmend. Genauso tritt das dann auch ein: Bis knapp 40kn Wind ! Zum Glück von achtern und mit knapp 1,5mtr Wellenhöhe gut zu segeln.

Mit einem Handtuch als Vorsegel macht die BELUGA zwischen 8-9kn Fahrt. Nachmittags liegen wir fest in San Miguel. Dort toben zwischenzeitlich auch bereits 20kn Wind im Hafenbecken. Dennoch war der Marinero der Meinung wir müssten die BELUGA in der Marina nochmals verlegen. Zugegeben, der neue Platz war für uns besser; der Weg dahin allerdings abenteuerlich. Letztendlich liegen wir eine Stunde später ohne Blessuren fest an unserem neuen Liegeplatz.


Power chilling

In der Marina treffen wir uns mit Klaus und Silke, einem badischen Blauwasser Paar mit ihrem 2 Mast Katamaran „Tartaruga“. Einige nette Abendessen und 3 Tage später geht schon wieder weiter. Das Wetter hat sich zwischenzeitlich beruhigt. Wir fahren in Richtung La Gomera, um vor Playa de Santiago zu ankern. Auf halbem Weg beschliessen wir jedoch San Sebastian anzulaufen. Dort wollen wir ein paar Tage bleiben. Kaum zu erkennen: San Sebastian hat unser Herz erobert ! Nicht nur eine schöne Marina, sondern auch immer mit etwas Action versehen. Show- und Gesangsabende auf der Plaza und, wie ihr auf den Fotos seht, auch Wasserski Kontest sind hier möglich.

Danach werden wir in Richtung Playa de Santiago zu verlegen. Sofern das Wetter mitmacht, wollen wir entlang der Südküste Gomeras ankern, um Ende September nach La Palma überzusetzen. In der Marina Santa Cruz de la Palma wollen wir ab Oktober bis Januar liegen bleiben. Das erste geeignete Wetterfenster im Januar wird uns dann in Richtung Mittelmeer segeln lassen. Wir freuen uns schon sehr darauf !

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph

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Samstag, 26 August 2023 09:33

Brand-Update aus Teneriffa

Das Feuer wütet zwischenzeitlich seit über einer Woche. Es sind laut aktueller Berichterstattung ca. 20 Löschflugzeuge im Einsatz, um das grösste Feuer seit über 50 Jahren gelöscht zu bekommen.

Am Abend des 23.8.2023 erreichte uns ein Aufruf, wir mögen uns einer Demo in Santa Cruz anschliessen. Demo ??? Wir waren da und erlebten hunderte von Menschen am Hafenkai. Jubelten und winkten den landenden Löschfliegern zu. Plakate mit der Aufschrift „Gracias“ lagen auf dem Boden. Eine Dankes-Demo also um den unermüdlichen Löschfliegern zu danken. Die Löschflieger wiederum bedankten sich durch sehenswerte Flugmanöver. Mir geht der Gedanke durch den Kopf, ob ich sowas auch in DE erwarten würde ? Eher Nein. Wäre nicht möglicherweise eine Demo gegen den Fluglärm der Löschflieger wahrscheinlicher ?!

Am 25.8.2023 setzt leichter Regen ein. Dieser hält bis zum nächsten Morgen druch. Der erste Regen, den wir seit Februar erleben. Glüklicherweise kein Platzregen. Ich fürchte Platzregen würde - bei den trocknen Böden und abgebrannten Bäumen – für Muren und somit für ein neues Problem sorgen. Das Wetter konnte sich beherrschen und regnete kontinuierlich und seicht vor sich hin. Es scheint, das Wetter wolle ebenfalls eine Beitrag leisten !

Das Bild links zeigt den Niederschlag an Asche im Hafenbecken von Santa Cruz de Tenerife. Neben der Asche auf Deck bilden sich regelrechte Ascheteppiche, welche im Hafen und vor der Küste herumschwimmen.

Zwischenzeitlich wurde der Verdacht bestätigt, dass es sich wohl um Brandstiftung gehandelt haben soll. Was immer die Motivation gewesen sein mag, die Auswirkungen sind in diesem Fall gewaltig: Zwölf Gemeinden wurden evakuiert, knapp 15.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Bis zu 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz und ca. 20 Löschflugzeuge. Teneriffas größtes Brandereignis seit über 50 Jahren.



Montag, 21 August 2023 12:32

Wenn der Plan nicht funktioniert ...

… dann ändere den Plan. Aber niemals das Ziel !

Nach knapp einem Jahr auf den Kanaren soll es nun losgehen: Die Überfahrt nach Brasilien. Dort wollen wir in Richtung Süden um Kap Hoorn zu runden. Auf der Pazifik-Seite Südamerikas geht’s dann nach Norden bis … mehr hierzu findest Du in unserer Beschreibung auf dieser Website

Sabine und ich haben daher die Köpfe zusammengesteckt und beraten, wie es weiter gehen soll. Uns macht das Leben an Bord der BELUGA sehr viel Freude. Allerdings hat Sabine nach genauer Betrachtung der Strecke zwischen Kapverden und Brasilien ein wenig Magengrummeln. Wie bereits erwähnt, wir haben sehr viel Spaß am Leben auf der BELUGA und wollen das auch so beibehalten. Magengrummeln kann schnell zu Befürchtungen und möglicherweise auch zu Angst umschlagen. Um das zu vermeiden suchten wir nach einer Lösung. Entweder nochmals ein Jahr Kanaren oder ein anderes Revier was weniger Entfernung hat als Südamerika.
Bei dieser Frage kam, wie aus der Pistole geschossen: Griechenland !

Das Schöne an unserer Art des Reisens: Wir können frei entscheiden wohin und wie lange. Der Weg ist unser Ziel ! Wir sind beide große Griechenland Fans, waren dort auch des Öfteren mit sehr viel Spaß. Meist unter Segeln aber auch mit dem Camper. Wir kennen die eine oder andere Ecke ganz gut. Na denn, diese Entscheidung fiel nicht wirklich schwer. Wir verschieben daher unsere Atlantiküberquerung nach Südamerika um mindestens ein Jahr, wahrscheinlich sogar noch ein wenig länger, denn wir diskutieren bereits über ein weiteres Jahr Türkei. Sicher ist, wir werden nächstes Jahr (2024) in Griechenland segeln. Dort sind die Ankerplätze reichlich und ruhig – zumindest bei Nacht. Die Entfernungen – gemessen an dem bislang zurückgelegten – deutlich geringer und die Marina Gebühren sind überdies auch noch deutlich günstiger als auf den Kanaren. Ganz wichtig bei dieser Entscheidung: Die Küche ist nicht schlechter als die Spanische.

Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben !

Wir sind uns allerdings einig, dass wir die Südamerika Strecke nicht an den Nagel hängen wollen. Ändere niemals das Ziel !

Die Rückreise ins Mittelmeer soll zwischen Februar und April 2024 auf den Kanaren starten. Schließlich sind wir Kälte nicht mehr gewohnt und wollen nicht im „Winter“ durchs Mittelmeer :-)) Der wildeste Teil der Überfahrt ins Mittelmeer wird die Strecke von den Kanaren bis Gibraltar, da in diesem Gebiet meist NE-Winde vorherrschen und dies unser geplanter Kurs wird. Wir planen derzeit eine Variante von den Kanaren über Madeira nach Gibraltar, oder bei etwas westlicheren Winden eine Direktissima nach Gibraltar. Die Strecke wird sich auf ca. 700-800NM belaufen. Wie bereits erwähnt: Das Diktat des Wetters wird entscheiden.

Den Orcas entflohen … hello again, dear Orcas !

Wir sind derzeit dabei uns eine ungefähre Route zwischen Gibraltar und Griechenland zu planen. Und schon sind sie wieder da, unsere schwimmenden Freunde, die Orcas ! Nachdem diese hochintelligenten Tiere von ihren Eltern gelernmt haben, wie das Spiel mit den Seglern fukltioniert, haben sie zwischenzeitlich 3 Boote versenkt ! Die Viecher sind bereits bis Valencia gesichtet worden. Auch auf Ibiza und Malle wurden im letzten Jahr Angriffe verzeichnet. Unsere Reaktion: Wir lassen uns von der VOYAGE einen Wal-PAL mitbringen. Die verscheuchen die Viecher angeblich recht zuverlässig. Hoffentlich wissen das die Orcas auch wink Ihr könnt dem folgenden Link folgen und die bekannten Interaktionen sehen.

Quo Vadis ?

Ob über Mallorca, Malta oder beides ? Ob durch die Straße von Messina und den Kanal von Korinth ? Oder über Albanien und durch Ionische Meer ? Entlang der nordafrikanischen Küste ? Alles unbeantwortet … den ungefähren Routenplan werden wir in Anfang 2024 an dieser Stelle veröffentlichen, wenn wir das Diktat des Wetters besser beurteilen können.

Sicher sind wir uns, dass wir die Cote d'Azur und Italien möglichst kurz halten wollen. Denn erstens kennen wir fast alles bereits und zweitens ist diese Ecke nur was für Millionäre … bei den Liegeplatzkosten ! Beispielsweise will Mallorca für einen Bojen-platz auf Cabrera (Ankern ist verboten) pro Nacht 75€. Bekannte Mitsegler berichten von 3-stelligen € Beträgen pro Nacht ! Daher: Wir werden so schnell wie möglich vorbei an dieser Abzocke in Richtung Griechenland segeln.

Wer uns zwischen Kanaren und Griechenland, oder auch ab ca. Juni in griechischen Gewässern begleiten möchte: Jederzeit ! Gerne Bescheid geben. Per Mail, Whatsapp oder per Telefon, wir freuen uns schon drauf :-))

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Die letzten Tage waren geprägt von großer Hitze. Über 40°C tagsüber und deutlich über 30°C während der Nacht. Schlafen ist schwierig bei der Hitze. Sabine geistert die halbe Nacht durch die Gegend und schläft teilweise im Cockpit an „frischer“ Luft. Jedes Grad zählt !

Der Atlantik ist geprägt von hoher Welle (bis über 4mtr) und starkem Wind (über 40kn). Leider – oder zu unserem Glück – weht hier im Hafen von Santa Cruz nur ein vergleichsweise laues Lüftchen. Einige aus Gran Canaria eingelaufene Yachten berichten von extremem Seegang zwischen Gran Canaria und Tenerifa. Sie haben die 4mtr Welle ausgekostet … teilweise auch ausgekotzt ? Einige Yachten erreichen uns mit zerrissenen Segeln. Die Rettungsboote (Salvamento) haben reichlich zu tun … und das nicht wegen Migranten in Schlauchbooten ! Sondern wegen "mutiger" Skipper, die versuchten dem Atlantik zu trotzen !

Heute am Mittwoch, dem 16.8.2023 überrascht uns der Anblick auf Santa Cruz. Eine riesige Rauchwolke am gegenüberliegenden Bergkamm der Stadt Santa Cruz. Deja Vue in Vigo letzten Sommer!

Es scheint auf der Nordseite Teneriffas ein Feuer ausgebrochen zu sein. Trotzdem die hiesige Regierung gefährdete Plätze gesperrt hatte. Gesperrt wozu ? Seit einigen Tagen ziehen die Perseiden hier über die Kanaren und alle wollen diese Sternschnuppen sehen. Wegen der vielen Wolken sind natürlich der Teide oder andere geeignete Höhenlagen die allererste Wahl für gute Fotos. Da sich unter den vielen Besuchern sicherlich einige finden, die Ihre Kippen, Glasmüll oder ähnlich brandgefährdete Stoffe in der Botanik hinterlassen, haben die Kanaren sehr viele beliebte Plätze gesperrt. Möglicherweise hat sich jedoch ein Brandherd aus einer dieser Gründe auf der touristischen Nordseite Teneriffas gebildet.

So haben wir heute das fragliche Vergnügen, eine dicke Rauchwolke über uns zu haben. Nicht nur was fürs Auge, sondern auch für die Nase und das Deck. Wir sind sehr zuversichtlich nicht durch das Feuer bedroht zu werden. Zwischen dem Feuer und unserer BELUGA liegt ein großer Teil der Stadt Santa Cruz. Wir werden über den weiteren Verlauf an dieser Stelle berichten.

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph

 

Abendlicher Update zur zwischenzeitlichen Feuersbrunst auf Teneriffa:

Was heute morgen als Rauchwolke sichtbar wurde, hatte wohl gestern (Dienstag) Abend begonnen. Als Feuer in Candelaria. Der Ort Candelaria liegt auf der Ostseite Teneriffas am Fuße des Teide. Dort gab es nach neuesten Infos wohl gestern eine grosse – all jährliche – Fiesta. In der Nacht ist wohl dort ein Feuer ausgebrochen, welches sich bis zum Teide hochgebrannt hat. Auf dem Bergkamm kommt der Wind etwas nördlicher und drückt das ganze Feuer wieder den Hang hinunter in Richtung La Laguna, einer Vorstadt von Santa Cruz. Einige der Tagesbilder stammen aus dieser Vorstadt in welcher wir heute einkaufen waren. Die Regierung von Teneriffa hat wohl einige Ortschaften bereits evakuiert und ist derzeit dabei weitere Orte zu evakuieren.

Da die örtlichen Kräfte das Feuer nicht in den Griff bekommen wurden heute Löschflugzeuge angefordert. Die spanischen Löschflugzeuge – vor kurzem noch auf La Palma im Einsatz – sind auf dem Festland stationiert. Eines konnte bereits heute zum Einsatz kommen, die anderen fliegen aktuell noch an. Ab morgen sollen angeblich 4 Löschflugzeuge im Einsatz sein. Wegen der Welle und dem starken Wind können die Löschflugzeuge allerdings nur IM Hafen von Santa Cruz Wasser holen. Den Hafen müssen sie sich mit dem Fred Olsen und Armas teilen. Mit spanischer Gelassenheit konnten wir heute Abend den derzeit einzigen Löschflieger beobachten, wie er Runde um Runde um den Hafen drehte, da ein Kurschiff anlegen musste und quer im ohnehin engen Hafen lag. Anbei seht ihr die Nachtaufnahmen der Feuer am Ortsrand. Sieht derzeit echt bedrohlich aus … obwohl noch viele viele Kilometer von uns entfernt. Morgen früh gibt’s den nächsten Update .. aus erster Hand. Na dann .. gute Nacht, es ist zwischenzeitlich 23:00 !

Montag, 31 Juli 2023 10:19

Hoch hinaus auf Teneriffa

Nachdem Tina und Markus uns wieder verlassen haben, der Mietwagen jedoch noch da ist, starten wir den schon seit ewiger Zeit ausstehenden Besuch des Teide. Wichtiges zum Teide in Kürze als Auszug aus Wikipedia

Der Pico del Teide (oder kurz der Teide) ist mit 3715m die höchste Erhebung auf der kanarischen Insel Teneriffa und der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet. Der mit 7500 m Höhe über dem Meeresboden dritthöchste Inselvulkan der Erde gehört zum Gemeindegebiet von La Orotava. Diese Bergregion ist als Nationalpark ausgewiesen. 2007 wurde das Gebiet des Nationalparks El Teide von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Jährlich besuchen Millionen Menschen den Teide. El Teide ist die hispanisierte Form des Guanchen-Begriffes Echeyde. In der Legende ist dieser Ort die Wohnung des bösen Dämons Guayota, der den Sonnengott Magec entführte und ihn dort gefangen hielt.

Unseren Besuch in eigenen Worten zusammengefasst: Sensationell ! Eine wunderschöne Vulkanlandschaft, welche die einstigen Kräfte des Vulkans noch erkennen lässt. Farbenvielfalt der besonderen Art ! Formenvielfalt, welche die Phantasie anregt um Figuren in den spektakulären Felsformationen zu erkennen. Das Ganze gepaart mit sehr ausgeklügelter Straßenführung, welche massig viele schöne Eindrücke zulässt, ohne die Landschaft des Weltnaturerbes zu zerstören. Viele Busse, Quad-Gruppen, Wanderer etc. sind auf den Straßen und Wegen zu erkennen. Sicherlich ist der Teide auch ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor für Teneriffa. Umso erstaunlicher, dass die Erschließung dennoch umweltverträglich stattfand. Das scheinen die Makaronesier (hier: Kanarenbewohner) echt drauf zu haben ... zumindest auf Teneriffa !

Leider können wir Euch nicht alle Bilder unseres Ausflugs in diesem Blog zeigen. Es sind einfach zu viele ! In unserem Monatsrückblick, dem "Verklicker" des Monats findet ihr aber alle Bilder komplett. Lasst Euch beeindrucken !

Auf einigen Bildern sind die Inseln El Hiero, La Gomera und La Palma zu erkennen. Bei der aktuellen Wettersituation (Calima) erkennt man allerdings nur die Spitzen der Inseln. Der Rest hüllt sich in Dunst und Wolken. Eigentlich ist der Dunst mehr Sand als Wolke, sehr sehr feiner Sand. Eine interessante Szenerie, wie wir finden. Ist kaum auf einem Bild festzuhalten. Wir versuchen es dennoch :-))

Sabine hat 2 neue Freunde gefunden ! Sie kleben regelrecht an ihr. Wer sind diese Freunde ? Die Antwort liegt auf der Hand, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Mit all diesen tollen Eindrücken machen wir uns wieder auf den Rückweg in die Marina Amarilla Sur.

Der "Verklicker des Monats" verspricht sehr viele und sehr schöne Bilder ... ab Ende des Monats zu sehen !

 

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Dienstag, 25 Juli 2023 11:06

StarWars auf La Palma

Die „neue Insel“ La Palma zu erkunden war uns wichtig. So fuhren wir zum höchsten Punkt der Insel, dem Roque de los Muchachos, um einen Überblick zu bekommen. Neben sensationellen Ur-Wäldern und abenteuerlichen Kurven sehen wir mit zunehmender Meereshöhe auch zunehmend die vulkanischen Gesteinsschichten mit ihren skurrilen Formen und bunten Farben. So mussten wir mehrfach anhalten um die Eindrücke auf Fotos zu bannen. Witzige Erscheinung im Umfeld: Wir scheinen von einem Raben begleitet zu werden. Egal wo wir waren, er war schon da. Hat das was von Hase und Igel oder gibt’s da doch mehrere Raben ? :-)) So muss er halt für ein Fotoshooting herhalten.

Wir sehen auf einigen Stopps die Kuppeln der Teleskop-Gebäude und beschliessen, diese nicht anzuschauen, weil langweilig … so kann man sich täuschen. 2 Kehren weiter stehen wir von einer Kulisse, die Starwars nicht hätte besser gestalten können. Riesige Spiegel, eine grosse Menge Teleskope und eine befahrbare Straße zum Gipfel … das müssen wir gesehen haben. Sollte sich auch auszahlen ! Ein unbedingtes MUSS für jeden La Palma Besuche: Auf ca. 2400mtr Meereshöhe befindet sich auf dem Roque de los Muchachos die weltweit größte Anlage zur Erforschung des Alls.

 

Instituto de Astrofísica de Canarias

Dort findest du die „Instituto de Astrofísica de Canarias“ kurz IAC. Das Ganze wird dem Name des Berges entsprechend Roque-de-los-Muchachos-Observatorium genannt. Eine Anlage oberhalb der Wolken, was der ganze Sache eine völlig surreale Anmutung verleiht. Ich weiß, dass man solche Eindrücke mit Bildern nicht wirklich vermitteln kann. Ich versuche dennoch euch ein paar davon zukommen zu lassen. Sehr viel mehr Bilder hiervon findest Du in unserem Verklicker des Monats 07 … ab Anfang August.

Im Anschluss an diesen Besuch geht es weiter über die Insel. Auf der W-Seite nach Süden bis zum Vulkan, der 2022 ausbrach um dann zurück nach Santa Cruz zu fahren. Ach ja, ich hatte vergessen, dass hier über Tage die Wälder brannten und die Löscharbeiten derzeit noch andauern. Es erscheint uns sehr beeindruckend, wie die Indianos der Insel La Palma mit all diesen Katastrophen umgehen. Frei nach dem Motto „Aufstehen, Mundschutz rein und weiter boxen“ versuche einige Menschen hier sogar noch ein Geschäft draus zu machen.

 

 

 

Ohne Mampf kein Kampf

Abends dann in ein empfohlenes Fischrestaurant. Gleich hinter dem Airport, in einem kleinen Dorf befindet sich eine Kneipe, deren Parkplätze und Sitzplätze berechtigterweise voll sind. Sehr lecker Essen.

Am 24.7.2023 geht’s dann morgens um 10:00 schweren Herzens in Etappen zurück nach La Gomera und von dort aus nach San Miguel, Teneriffa um unsere Crew nach Hause zu verabschieden. Das Herz ist uns aber nicht schwer wegen Gomera, sondern eher weil wir mit La Palma eine sehr schöne Insel „zurücklassen“ müssen. Wir werden sicherlich nochmals hier her kommen. 4 Tage sind ausreichend für einen kurzen Überblick, in keinem Fall jedoch ausreichend für ein intensiveres Kennenlernen.

Die Überfahrt bis San Miguel ist uns einen separaten Blogbeitrag wert … So verbleiben wir bis zum nächsten Blog

 

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 21 Juli 2023 13:32

Indianos de La Palma

Karneval auf La Palma

Nachdem in Deutschland eine Gruppe älterer Damen davon abgehalten wurden, tänzerisch eine Weltreise aufzuführen weil die Sombreros der Mexikaner eine "zu grosse ethnische Aneignung" sei. Möchte ich hier einen Beitrag zu mehr Toleranz einer Gesellschaft leisten. Auf den Kanaren leben unterschiedlichste etnische Gruppen harmonisch zusammen. Einflüsse auf Afrika, Asien aber auch Mittel- und Südamerika, sowie auf allen möglichen europäischen Ländern sind hier zu finden. Die Gemeinsamkeit: Sie leben auf Makaronesion = Kanaren. Sie leben friedlich zusammen und jeder gönnt jedem "Tierchen sein Pläsierchen"

Allein wer den Begriff "ethnische Aneignung" erfunden hat, kann nicht ganz auf der Rolle sein. Während des Karnevals auf La Palma wird der Ureinwohner, der Indianos und der frühen Siedler gedacht. Wie ... siehe diesen Film. In Zeiten, in welchem man über "Zigeunersoße" und "Jägerschnitzel" redet, jedoch den "Führer-Schein" außer acht lässt, sollen und müssen solche Beiträge wie dieser YouTube Film verbreitet werden ... für mehr Toleranz !

Indianos La Palma

Das tut man durch - um in deutscher Begrifflichkeit zu bleiben - "ethnische Aneignung". Das hat Tradition und wird seit Generationen so zelebriert. Toleranz hat ebenfalls Tradition und wird ebenfalls seit Generationen zelebriert.

Deutschland schneide dir eine Scheibe davin ab. Abgrenzung von andern Ländern führt zu Abkapselung der Länder.

Wir haben mit einem offenen, freien Europa so viel erreicht. Liebe Deutschen macht Euch das bitte nicht kaputt.

Dieser Link wurde gefunden auf

 

Ich würde mich sehr freuen wenn Du - bei Gefallen - diese Seite mit möglichst vielen Menschen Deiner Umgebung sharen würdest. Ein bißchen Vorbild sind uns die Kanaren-Bewohner und die vielen Deutschen die hier leben schon: Freundlich und offen für alle Ausländer (ob arm oder reich)

 

Donnerstag, 20 Juli 2023 21:35

Öfter mal was Neues …

Nachdem wir Teneriffa nun komplett von Wasser und von Land aus erlebt haben, machen wir uns mit unserem Besuch auf den Weg in den Westen der Kanaren: Nach La Palma !

Unser Besuch sind Tina und Markus. Sie kamen per Taxi vom Flieger nach San Miquel. Am übernächsten Tag gings nach La Gomara.

Einen Tag Pause, mit Ausflug ins Valle Gran Rey und am nächsten Tag die 50NM bis Santa Cruz de La Palma. Sollte bei Halbwind ein ca. 10h Ritt werden. Wetterprognose sagt Wind aus NE mit 15kn (in Böen bis 20kn) und Welle bei 1,5mtr an, was sehr genehme Segelbedingungen sind.

In der Tat geht’s morgens um 08:00 aus der Marina von La Gomera. Bis zum N-lichen Wendepunkt bei 18-25kn Wind voll auf die Nase. Dieses Phänomen nennt sich „Düse von Gomera“ und sichert uns hoffentlich auf dem Rückweg in ein paar Tagen den Endspurt. Ab dann lies der Wind langsam nach und war bis zur W-Spitze Gomeras eher nicht segelbar, weil viel zu wenig. Die letzten 40NM allerdings hatten wir Halbwind mit 15-20kn. Mit über 8kn gleitet die BELUGA durch den Atlantik in Richtung Santa Cruz de La Palma: La Isla Bonita. Um 16:00 waren wir in der Marina La Palma und konnten einchecken. Da das gesamte Schiff unter einem Salzmantel war, musste erst die BELUGA, dann die Mannschaft noch unter die Dusche.

Erkundungstour in Santa Cruz

Der Altstadtkern von Santa Cruz wurde zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt. Die Hauptdurchgangsstraße ist die Avenida Marítima, die nur auf der Landseite bebaute Uferstraße. Hier befinden sich neben neuen Gebäuden einige alte Häuser im kanarischen und kolonialen Stil mit kunstvoll verzierten Holzbalkonen. Auf der parallel verlaufenden Calle O’Daly, auch als Calle Real bezeichnet, befinden sich das Rathaus (im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft von Philipp II. errichtet), die Plaza de España mit der Hauptkirche El Salvador, kleine Geschäfte, Cafeterias und Restaurants.

 

Spanischer Wutbürger  ?

Auf der Seeseite der Avenida Marítima erstreckt sich der seit 2017 angelegte Stadtstrand, wo wir einen spanischen „Wutbürger“ bei seinem zerstörerischen Werk begutachten :-) Spass beiseite: Der Gehweg muss neu !

Auf unserer abendlichen Erkundungstour entdecken wir ein wunderschönes Städtchen, was uns eine gelungene Mischung aus Portugal und Vigo zeigt: Alle Straßen am Hang, viele Kneipen, sehr schöne Häuser, deren Fassaden häufig gefliest sind. Balkone scheinen hier seit langer Zeit das Mittel der Wahl zu sein. Es wäre ein echter Verlust, diese Stadt nicht gesehen zu haben !

 

Überall bunte Blüten ...

Wie überall auf den Kanaren blüht es reichlich. Auch finden wir in Santa Cruz einen schönen und grossen öffentlichen Badestrand.

 

 

 

Baywatch in Action ...

Neben Skulpturen entdecken wir auch den lokalen „Baywatch Hasselhoff“. Leider war keine lokale „Pamela Andersen“ zu finden :-))

 

 

 

Zur Geschichte von La Palma

Da ich kein Historiker bin, zitiere ich lieber aus Wikipedia und versehe den Text mit netten Bildern.

Die Insel La Palma wurde ab der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. besiedelt. Dauerhafte Siedlungen und Beziehungen zum Mittelmeerraum sind aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Im 3. Jahrhundert n. Chr. brachen die Verbindungen zwischen der Insel La Palma und dem mittelmeerischen Kulturkreis ab.

Bis zum 14. Jahrhundert entwickelten die Benahoaritas, die Ureinwohner der Insel, auf La Palma eine eigene Kultur. 1922 wurde oberhalb der Stadt Santa Cruz de La Palma eine große Anzahl von Petroglyphen gefunden. Man geht davon aus, dass es sich bei der archäologischen Fundstelle La Erita um eine bedeutende Kultstätte der Benahoaritas handelte. Im 15. Jahrhundert wurde La Palma im Auftrag des kastilischen Königspaares Isabella und Ferdinand erobert.

 

Das mit den Eroberungen findet leider bis zum heutigen Tage statt. Zum grossen Glück allerdings nicht hier auf den Kanaren.

 

Aktuelle Wetterinfo- von den Kanaren

Es scheint, dass wir derzeit hier auf den Kanaren etwas kühler haben als der größte Teil Mitteleuropas. Das Mittelmeer stöhnt bei 40°C und mehr. Wir begnügen uns hier mit 30°C und bei Nacht mit 24°C. Sehr angenehm, zumal immer ein Wind geht. Beachte hierbei die Leinen als Glockenschwengel.

Die nächsten Tage wollen wir mit einem Mietwagen die Insel erkunden. Wird also noch mehr schöne Fotos an dieser Stelle zu sehen geben.

 

So verbleiben wir mit meinem „behüteten“ Hulk, der alles was notwendig ist, sicher im Griff hat … bis zu nächsten Blog

 

Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Mittwoch, 12 Juli 2023 15:40

Ich glaub wir haben Krebs …

 … und das nicht nur einen !

Gestern segelten wir von San Sebastian nach San Miquel um am Freitag den lang ersehnten Besuch von Tochter und Schwiegersohn empfangen zu können. Sabine und ich freuen uns schon sehr lange auf diesen Besuch, zumal dieser bereits im August 2022 stattfinden sollte und dann auf Weihnachten 2022 verschoben wurde und dort ebenfalls nicht stattfinden konnte. Schade auch … nun scheints endlich zu klappen !

Unterwegs sahen wir Wale und Delfine und in San Miquel angekommen sehen wir zahlreiche Nachbarn auf den Felsen der Hafenmauer sitzen: Krebse ! Sie lassen sich von der Sonne verwöhnen, wie wir das auch gerne tun und bis gestern morgen auch taten.

Jede Überfahrt auf der Strecke Teneriffa-Gomera ähnelt sich; gleich wie die anderen sind sie jedoch alle nicht. Wir benötigen üblicherweise für die 35NM Überfahrt ca. 6 Stunden, was einem Schnitt von knapp 6kn entspricht. Normale Reisegeschwindigkeit mit Fahrtenyachten, so auch mit der BELUGA.

Normalerweise ist an der S-Küste Teneriffas kaum Wind, da der Teide mit seinen 3800 Metern Windschatten nach S und SW erzeugt. Ab dem SW Leuchtturm Teneriffas sind es dann noch ca. 20NM bis San Sebastian. Üblicherweise die ersten 10NM mit Dieselwind, die zweiten 10NM mit wenig Segelwind, dieser nimmt dann zunehmend Fahrt auf bis San Sebastian. Wenns dann richtig Spaß macht, sind wir in der Bucht von San Sebastian. Dort wird’s dann schlagartig Windstill, weil viele hohen Berge die Stadt San Sebastian einrahmen.

Gestern wurde unser Rückweg von San Sebastian nach Teneriffa zur windigen Bestätigung ! Auf der ersten Meile hatten wir nahezu keinen Wind, konnten aber an der Wasserfläche sehen, dass dieser noch kommt. Dann gings mit ca.15kn Wind los. Da wir die „Düse von Gomera“ bereits kennen, geben wir uns mit einem „Handtuch“ als Vorsegel zufrieden. Bedeutet: Genua=Vorsegel nur ein wenig=max. 1/4 ausrollen.

Kaum getan, gibt der Wind ordentlich Gas. In der nächsten Stunde sollten wir Rausche-fahrt mit weit über 9kn Geschwindigkeit bei 25-30kn raumem Wind machen. In Böen sahen wir auch schon mal 38kn Wind auf der Anzeige. Das sind 6Bft konstant und in Böen gute 8Bft. Das Ganze auch noch gepaart mit eine „gediegenen“ 2mtr Welle genau von der Seite. „Waschmaschine“ konnte ich des Öfteren von meiner Sabine hören.

Wir machten in dieser Stunde weit über 9NM Strecke, dann flaute der Wind auf 15-20kn ab. Ab dem Leuchtturm Teneriffa SW war der Wind weg. Die letzten Meilen also mit Maschine. Nach 4h 30min waren wir bereits am Ziel. Das kommt auf knapp 8kn Durchschnittsgeschwindigkeit. Die hatten wir zuletzt auf dem Weg nach Madeira. Dort jedoch über mehrere hundert Meilen ! Ein echtes Highlight für einen Segler !

In diesem Sinne Grüße von den krebsigen Seglern und ihrer Heimat BELUGA: Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Sonntag, 09 Juli 2023 22:00

So ein Käse ...

Seit Tagen haben wir bestes Wetter. Sonne satt und immer ein Windchen dazu. Die Temperatur erscheint uns ähnlich als in DE im aktuellen Zeitraum. Aber hier gibt’s immer eine Brise Wind, was die Sonne recht erträglich macht.

 

Heute hatten wir den ganze Tag über stahlblauen Himmel und fast keinen Wind. Endlich zeigt sich gegen Abend eine kleine Wolke. Die brachte wieder einen Windhauch mit sich. Von Regen sind wir in dieser Jahreszeit jedoch weit weg.

 

Am späten Nachmittag stellte sich bei einem Bierchen im Kaffee die Frage des Tages: „Was gibt’s heute zu essen ?“ Ergebnis: Ratlosigkeit … bis Ralph der rettende Gedanke kommt: Vor vielen Jahren hatte er auf Ko Phi Phi bei ähnlichen Temperaturen eine Portion Kässpätzle. Das wäre doch was ! Ruud von der PAULA und Sabine stimmten zu … aber nur wenn Ralph Lust auf Kochen hat. Sabine hat keine Zeit, weil sie nähen muss. Ralph nimmt die Herausforderung dankend an.

 

So gabs erneut Käsespätzle bei knapp 40°C Außentemperatur ! … kann man, muss man aber nicht :-)

... sie waren sehr lecker !

 

 

In diesem Sinne aus unserer Heimat BELUGA: Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Mittwoch, 05 Juli 2023 19:41

Im Zauberwald …

Einige Tage nachdem wir unsere Power-Wanderung hinter uns gebracht haben, suchen wir eine gemächliche Wanderung in unserer gomerischen „Mapa de Senderos“ = Wanderkarte. 1,5h Wanderung mit 3,5km Strecke durch den Lorbeerwald scheint uns ein geeignete Therapie für unseren Muskelkater. Die Wanderung (#21) führt von Chipude (einem Busstop) über Los Manantiales und den Alto de Garajonay bis zur Bushalte in Pajarito. Diese Route wird beschrieben als „Eine einfache Wanderung auf der man ein malerisches Dorf durchquert, sich am Lorbeerwald erfreuen kann und auch den Gipfel der Insel genießt“. Sie ist „GRÜN“ gekennzeichnet. Mit 1h 30min, 3,5km und 400mtr Höhenunterschied zwischen Start und Ende sollte das Ganze auch nicht allzu anstrengend werden.

 

So starten wir am 4.7.2023 um 10:30 beim Buslinie 1 am „Intercambiador“ von San Sebastian de la Gomera. Knapp 60 Minuten später verlassen wir den Bus im Ort Chipude. Endlich ein Halt, bei der man im Kaffee starten kann, was wir auch tun: Bei Caffe con Leche und Cortado. Danach geht los. Wir haben diesmal allerdings alle Kopfbedeckungen und ausreichend Wasser dabei, schließlich sind wir lernfähig !

 

Wir lernen aus dieser Wanderung erneut kennen, dass die Kilometer in DE und die aus Gomera offensichtlich ein anderes Maß haben. Nach ca. 3 Kilometer haben wir noch immer keinen einzigen Baum gesehen, der uns Schatten spenden konnte – geschweige denn einen Wald ?!? Wir prüfen unsere Strecke und vergleichen unseren Standort auf der Wanderkarte mit Google Maps. Alles im Plan: Wir sind auf exakt der richtigen Strecke. Wegen unseres „Blümchen-Pflück“-Tempos allerdings zwischenzeitlich erneut in der Mittagshitze. Zwischenzeitlich haben wir die 400 Höhenmeter bestimmt zum zweiten mal erreicht … war ja nur zwischen Start und Ende die Rede :-)

 

Nach ca. 3h Stunden finden wir den Lorbeerwald und die erste Routentafel sowie -kennzeichnung auf unserem Weg. Wir sind endlich im Nationalpark „Garajonay“. Wir sind richtig, allerdings lesen wir zum zigsten mal dass unser Ziel noch immer 3,5km entfernt sein soll. Auch entnehmen wir der Tafel auf unserem Weg, dass von unserem Standort zum Alto de Garajonay nochmals 3,5km fällig sind und nahezu 1000 Höhenmeter bis oben. Das wollen wir uns auf dieser „ruhigen Wanderung“ eben nicht antun. Zumal vom Gipfel zur Bushalte mindestens nochmals 4km Abstieg fällig sind … zumindest 4 „gomerische Kilometer“. Da bei dieser Strecke dann die Zeit für den letzten Bus auch eher knapp werden würde, beschliessen wir, so eben und schnell als möglich zu unserem Ziel zu laufen. Teilweise müssen wir auch die GM-2 (eine von 3 Hauptstraßen der Insel) benutzen. An Warnschildern „SENDEROS-HIKER-WANDERER“ erkennen wir, dass dies hier sehr häufig zu passieren scheint.

Nach insgesamt 4,5 Stunden und weit über 9km Wegstrecke war unser Ziel dann endlich erreicht. Eine echt „leichte 1,5h Strecke“ :-( Unser heutiger Lerneffekt: Alle Strecken auf unserer Wanderkarte werden wir in Sachen Dauer und Distanz verdoppeln. Das kommt der Wahrheit wohl am nächsten und bringt das gomerische Maß auf das deutsche.

 

Aufgrund unserer „Abkürzung“ sind wir frühzeitig an der Bushalte. Allerdings besteht die Bushalte in Pajarito nur aus Bushalte ! Kein Haus, kein Kiosk oder Kaffee :-( Enttäuschung ! … und wir müssen noch 2h auf den Bus warten. So teilen wir uns das Bushäuschen mit der einheimischen Wespenart, die sich unter dem Dach gerade ein Nest bauen. Alternative: Raus aus dem Bushäuschen … in die pralle Sonne … eher NEIN.

 

 

 

Pajarito ist eine zentrale Kreuzung in Gomeras Bergen – sonst aber nichts ! So sehen wir den gesamten Inselverkehr an uns vorbei fahren. Als ein Taxi hier vorbei will, winken wir und beschliessen die restlichen 20km bis San Sebastian mit dem Taxi zu bewältigen. Es sollte sich als Glücksgriff herausstellen: Der Fahrer hatte eine deutschsprachige Lektion über Gomera und über die spezielle Kommunikation Silba eingelegt. Er erklärte uns die vielen Felszähne links und rechts des Weges. Als Beispiel nennen die Gomeros die Berge „Gorilla“, „Kamel“ und „Sombrero“ statt ihrer offiziellen Namen. Er erklärt uns die Namensherkunft und nebenbei auch El Silbo. Eine Pfeifsprache, die auf Gomera auch in der Schule gelehrt wird und zur Kommunikation über grosse Distanzen (von Berg zu Berg) dient. Wir erhalten auf der Taxifahrt eine „Grundausbildung“ in Silba. Allerdings kann ich keine wesentlichen Unterschiede erkennen. Für mich pfeift sich „Mein Name ist Ralph“ fast gleich wie „un, dos, tres“ oder "Spaghetti Bolognese". Naja, ist halt ne eigene Sprache, die gelernt werden will.

 

In diesem Sinne aus unserer Heimat BELUGA: Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



Freitag, 30 Juni 2023 18:16

schon wieder Gehmann statt Seemann …

Seit einigen Tagen liegen wir wieder auf Gomera. In unserer Lieblingsmarina „San Sabastian de la Gomera“. Ein wunderschöner kleiner und heimeliger Ort. Da wir uns jedoch schon mehrfach über die vielen Ankerbuchten hermachen wollten, beschliessen wir 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: 1) Sabine will unbedingt nochmals wandern und 2) Ralph will sich den Ankerplatz in Valle Gran Rey anschauen.

 

So setzen wir uns am Donnerstag, dem 29.6.2023 in einen der Guagaua's (Autobus) und fahren in Richtung Valle Gran Rey. Nach einer guten Stunde Busfahrt steigen wir einige Kilometer vor dem Ziel aus. Ab Arura wollen wir bis zum Ziel wandern. Laut Wanderkarte dauert diese Tour 2h30min und hat 7,5km mit 850m Höhenunterschied. Sollte also kein Problem sein … aber so kann man sich täuschen ! Die Entfernungsangabe „Valle Gran Rey => 7,5km“ durften wir auf über mehrere Kilometer Streckenabschnitt und auf vielen Wegzeigern lesen. Traumhafte Aussicht entlang einem Hochplateau auf der W-Seite Gomeras.

 

Knapp einen Kilometer vor dem Ziel fing der 800mtr Abstieg in der Mittagshitze auf Naturtseinpfaden an. Nahezu kein Schatten und … natürlich zu wenig Trinkwasser dabei. Gefühlt gings „um Leben oder Tod“ :-)) Ausruhen auf den Lavasteinen war nur kurz möglich, da Dir sonst der Arsch brennt, so heiß waren die Steine zwischen welchen wir uns bewegten. Nach über 3 Stunden kamen wir dann fix und fertig in Valle Gran Rey an. Einige kalte Erfrischungen und einen Snack später waren wir wieder alle fit und konnten die Manta Rochen in der Marina von Valle Gran Rey begutachten. Für alles entschädigt ! Keiner spricht mehr über Muskelkater und weiche Beine. Die Fotos können die Schönheit dieser Tour kaum wiedergeben. Ein sensationeller Tag ... und alle 22.000 Schritte dieses Tages wert !

 

In diesem Sinne aus unserer Heimat BELUGA: Bleibt uns gewogen ...

Sabine & Ralph



 

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Mittwoch, 21 Juni 2023 22:03

Noch immer alles im Lot aufm Boot !

Seit dem 9.6. 2023 sind wir endlich wieder zurück im „harten und entbehrungsreichen“ Leben an Bord und im Wasser. Die Tage auf der Marina waren notwendig, auch schön, aber sehr staubig. Seit wir in in der Marina Santa Cruz sind, waren wir am säubern. Erst das Deck, dann innen. Staub in allen Ecken. Aber zu guter Letzt: Alles wieder clean !

 

Nach 14 Tagen Santa Cruz sind wir wieder segelklar. Morgen, am 22.6. 2023 werden wir und mit der PAULA gemeinsam auf den Weg in Richtung San Miquel (Süden von Tenerffa) machen. Dort bleiben wir bis Samstag, den 24.6. liegen, dann soll der Wind auch zwischen Teneriffa und Gomera blasen. Diesen wollen wir gemeinsam mit der PAULA nutzen um nach San Sebastian (unseren Lieblingshafen auf den Kanaren) nutzen. 14 Tage Gomera ! Hurra ! Wandern, tauchen (das Wasser hat hier zwischenzeitlich knapp 30° C).